UPPER LIP - Deep Within

Tracklist:

  • Keep Going
  • Marble Arch
  • Skinny Jeans
  • Eyes On Fire
  • What Makes You Smile 
  • Deep Within
  • Mirrors & Masks
  • Hide
  • Be Free
  • Desert Song
  • Never Lose Hope 

Info:

VÖ:  21.05.2021

Label:  Pride & Joy Music

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7 / 10



Aus Gozo, einer zum maltesischen Archipel gehörenden Insel, stammen Upper Lip, eine Hard Rock Band, die sich 2013 gegründet und jetzt mit „Deep Within“ ihr erstes Album herausgebracht hat. Dabei klingt man wie eine Mischung aus AC DC und Mötley Crüe, überrascht aber auch immer mal wieder kurz mit anderen Einflüssen.

 

Sänger Cris Portelli klingt beim Opener „Keep Going“ stark nach Vince Neil, musikalisch gibt’s aber Riff Rock der AC DC Marke. Schön groovig gespielt, aber warum man gleich zwei Gitarristen (Joseph Azzopardi und Paul Cini) benötigt, erschließt sich mir bis hierher noch nicht. Mit „Marble Arch“ überraschen Upper Lip dann zum ersten Mal. Der Midtempo Rock versprüht wahrlich Vibes alter Rush und auch das Solo hört sich leicht kanadisch an. Wie der junge Geddy Lee schreit sich Chris in Form und auch wenn die Stimme manchmal etwas dünn klingt, besitzt sie somit durchaus ihren Reiz.

 

Es folgen Songs, die Luft des amerikanischen Sleaze Rock, respektive Crüe atmen wie „Eyes On Fire“. Die Riffs sind einfach, aber jederzeit nachvollziehbar gehalten, die Refrains fast schon radiotauglich. Gute Laune Rock präsentieren die Gozitaner mit Orgel und Pop-Rock Refrain bei „Hide“ und in lässiger, grooviger Variante beim „Desert Song“. Bei „Mirrors & Masks“ paaren Upper Lip australischen Riff Rock mit Kiss und Rush Spuren, was durchaus stimmig funktioniert.

 

Einen etwas frickeligeren Gitarrenpart liefern Upper Lip bei „Be Free“ ab. Trotz stimmungsvollem Gesang zwischendurch scheinen auch hier die frühen Rush erneut durch. Zum Abschluß gibt’s noch das langsame in psychedelischen Bahnen beginnende „Never Lose Hope“, einen sehr groovigen Track, der zum Ende hin beinahe in eine Jam-Session ausartet.

 

Upper Lip jetzt innovativ zu nennen, wäre wohl zu viel des Guten. Dafür verwurstet die Band zu viele bekannte Sachen zu ihrem Sound. Aber die Mischung aus AC DC, Sleaze Rock und Rush hat durchaus ihren eigenen Reiz. Das ist alles fein hörbar und geht meist auch in die Beine, die man dazu genüßlich wippt. Mit (nicht) steifer Oberlippe fordern wir: Rock on, Gozo !!



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