TYGERS OF PAN TANG - Tygers Of Pan Tang

Tracklist:

  • Only The Brave
  • Dust
  • Glad Rags
  • The Reason Why
  • Never Give In
  • Do It Again
  • I Got The Music In Me
  • Praying For A Miracle
  • Blood Red Sky
  • Angel In Disguise
  • The Devil You Know

Info:

VÖ: 21.10.2016

Label: Mighty Music


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10



Tygers Of Pan Tang in 2016 ? Das ist nach wie vor eigentlich Gitarrist Robb Weir. Als einziges Gründungsmitglied hält er nach dem Split in den 90ern seit Anfang der 0-er Jahre die Band mit unterschiedlichen Musikern, die immer mal wieder wechseln, am Leben. 

 

Die Tygers waren Anfang der 80er wichtiger Bestandteil der NWOBHM und brachten die auch heute noch hoch gewürdigten Klassiker „Wild Cat“, „Spellbound“ und „The Cage“ heraus. Natürlich lebt eine solche Band auch heute noch hauptsächlich von diesen Klassikern, obwohl man immer mal wieder neue, gutklassige Alben herausgebracht hat. Das letzte Album „Ambush“ ist auch schon wieder vier Jahre her, so daß es Zeit wurde, mal wieder was Neues zu veröffentlichen. Auch um zu zeigen, daß man noch in der Szene aktiv ist.

 

Das neue Album ist schlicht „Tygers Of Pan Tang“ betitelt, wurde von Soren Andersen produziert und von Harry Hess (Harem Scarem) gemastert. Als Label fungieren diesmal die Dänen von Mighty Music, die schon einige feine Scheiben herausgebracht haben.  

 

Musikalisch leben Robb Weir und Co auch heute noch im Dunstkreis der NWOBHM, auch wenn der Sound etwas zahmer und melodischer geworden ist im Laufe der Jahrzehnte. Auffällig sind die authentischen Riffs und Hooklines, die viele klassische Bands der 80er Jahre zitieren und soundtechnisch in die Gegenwart überstellt wurden. Es macht einfach Spaß, den Gitarrenläufen von  Robb Weir und Micky Crystel zu lauschen und auch das ein oder andere Solo in den Songs vermag zu überzeugen.

 

Die Band hat ihre besten Momente immer dann, wenn es etwas härter zugeht und man mehr im Metalbereich denn im straighten Hardrock unterwegs ist. „Never Give In“ ist hier ein Paradebeispiel, wie man auch heute noch bewegenden, geradlinigen Metal mit viel Melodien spielen kann. Auch „Blood Red Sky“, die Singleauskopplung „Only The Brave“ und „Dust“ ballern recht amtlich aus den Boxen.

 

Sänger Jacopo Meille macht mit seiner melodischen Stimme eine gute Figur auch wenn er an die Faszination von Ur-Sänger Jess Cox nicht herankommt. Gerade bei balladesken Nummern oder Halbballaden wie „Praying For A Miracle“ oder „Angel In Disguise“ hat er aber seine stärksten Momente. Leider haben sich aber auch ein paar Songs eingeschlichen, die eher dem Hardrock amerikanischer Prägung zuzuordnen sind und für Tygers Of Pan Tang Verhältnisse eher platt wirken. Allen voran die Aerosmith-Huldigung „Glad Rags“, aber auch das an den Sleaze angelehnte „I Got The Music In Me“ stoppen die rasante Hardrock/NWOBHM-Fahrt etwas und sind in meinen Ohren verzichtbar.  

 

Es überwiegen aber glücklicherweise die straighten, eingängigen Melodic-Rocker mit viel NWOBHM-Flair, so daß man auch dem neuen Album unbedingt seine Relevanz zugestehen darf.  

 

Die Tygers Of Pan Tang sind in dieser Form noch lange nicht am Ende und beehren uns hoffentlich auch zukünftig noch lange per Studioaufnahmen und live on Stage mit dieser zeitlosen, verdammt authentischen Musik.  Diese Band ist ein Evergreen !



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