TOXIKULL - Turbulence


Tracklist:

  • Midnight Fire
  • Turbulence
  • Dragon Magic
  • Blessed By The Night
  • Dying Star
  • Strike Again
  • Hard To Break
  • Burning Spark
  • King of the Hammer
  • Flames of Glory


Info:

VÖ:  24.04.2026

Label:  Dying Victims Productions


Video:


Bewertung:

Autor: Kerbinator

 

Bewertung:  9 / 10



Aus Portugal stammt eine absolute Perle traditionellen (US)Stahls.  Toxikull nennt sich die 2016 gegründete Band und vereint alle Trademarks, die es im Heavy Metal mit kultigem Old School Faktor braucht. Messerscharfe Riffs, Powerdrumming und eine Stimme (Lex Thunder) die von roher Kraft, über hohe Screams bis hin zu cleanen Gesangspassagen alles mitbringt, um den Kuttenträger zu überzeugen. „Turbulence“  ist nun deren drittes Album und turbulent geht es definitiv zu.

 

Es fängt an mit dem hypereingängigen Smasher „Midnight Fire“, der durch einen prägnanten Refrain glänzt und nicht unwesentlich hier und da an W.A.S.P. erinnert. Uptempo vom Feinsten, ohne aber in Speed Metal auszuarten. Gewaltige Gitarrensalven von Michael Blade (ja, die Pseudonyme sind etwas grenzwertig) überragen noch die Drumwucht von Tommy 666. Ein Track, der nicht so schnell wieder aus den Ohren verschwindet. Auch eine kleine Savatage-Kante erkennt man bei den Portugiesen. So beispielsweise beim folgenden „Turbulence“.

 

Auch eine gewisse Powermetal Epik lassen sich Toxikull nicht nehmen und setzen bei „Dragon Magic“ auf selige Crimson Glory Zeiten. Wahnsinn, wie viel Glücksmomente auf den altgedienten Hörer einprasseln, wenn zum Beispiel mit „Blessed By The Night“  ein ganz eigenes „Screaming For Vengeance“ zur Judas Priest Hommage reift. Die ruhigere Verschnaufpause in Form der Powerballade „Dying Star“ fällt dagegen allerdings ab und bleibt im Nachgang nicht wirklich haften. Umso mehr der Speed Kracher „Strike Again“, in bester Art und Weise an Accept’s „Fast As A Shark“ angelehnt.

 

Versteht mich nicht falsch, Toxikull kupfern mitnichten bei den genannten Größen einfach nur ab. Nein, sie kochen ihr eigenes Metal-Süppchen, verwursten dabei aber die wohlbekannten Zutaten, die eben an die verdienten Größen erinnern. Das ändert sich auch in der zweiten Albumhälfte nicht, wenn „Hard To Break“, „Burning Spark“ oder „King Of The Hammer“ den tiefroten Faden von Klassikern wie alten Manowar, Omen oder auch mal Attacker aufnehmen.

 

 

Bis zum letzten verklingenden Ton beim Abschlußtrack „Flames Of Glory“ ist das neue Album von Toxikull eine fantastische Rückbesinnung auf besten US Stahl, NWOBHM und klassischen Heavy Metal der 80er, interpretiert in zeitgemäßem Gewand und mit einer Spielfreude, die neben aller Kernkompetenzen der einzelnen Musiker so viel Frische mitbringt, das man das Album sofort wieder von Neuem auflegen möchte.  Ein Highlight aktuellen, traditionellen Metals. 



Kommentar schreiben

Kommentare: 0