THRUST - The Helm Of Awe

Tracklist:

  • Black River
  • Blood In The Sky
  • Purgatory Gates
  • Still Alive
  • Killing Bridge
  • Battle Flag
  • Ghost In Me
  • The Traveler
  • Crucifixion
  • Helm Of Awe

Info:

VÖ:  30.10.2020

Label:  Pure Steel Records


Video:

Bewertung:

Autor: Kerbinator

Bewertung:  9 / 10



Vergesst alles was ihr die letzte Zeit im Bereich US Metal gehört habt. Denn die aktuelle Referenz neueren Datums dieses Genres kommt ab sofort aus dem Hause Thrust. Nach dem gutklassigen Reunion-Album „Harvest Of Souls“ (2018), das noch ein wenig den Platzhirschen Metal Church, Helstar etc. hinterher hinkte, folgt nun mit „The Helm Of Awe“ ein Album, das den wahren Heavy Metal, respektive US Metal so dermaßen rerpräsentiert, daß hier keiner, ich wiederhole KEINER drum herumkommt, sich dieses Hightlight zumindest einmal anzuhören.

 

Doch woran liegt dieser plötzliche Qualitätsanstieg bei Thrust ? Nun, zum einen harmonieren das einzig verbliebene Ur-Mitglied Ron Cooke (guitars) und der hinzugekommene Gitarrist Angel Rodriguez um einiges besser als noch bei „Harvest Of Souls“. Dies manifestiert sich in schweren, genial druckvollen Riffs, die einen beinahe umblasen und zudem in kompetenten Soli, die natürlich in jedem einzelnen Song zum feinen Ton gehören. Zum anderen passt die rauhbeinige Powerstimme von Sänger Eric Claro mittlerweile perfekt zu den Schwermetall-Geschossen, die Thrust breitwandig abfeuern.

 

Dabei singt Eric beim Opener „Black River“ sogar noch ein wenig zu gleichförmig. Die fast nur in gleicher Stimmlage erzeugten Vocals in diesem Song passen zwar auch gut rein, aber in Folge des Album singt Eric Claro viel variabler und druckvoller. So auch gleich beim folgenden Riff-Bollwerk „Blood In The Sky“ und dem recht schnellen „Purgatory Gates“, sowie dem Smasher „Still Alive“. Klasse Songwriting trifft auf Spitzen-Riffs und durch die ständige Präsenz des Basses (Ray Gervais) und der wuchtigen Drums (Joe Rezendes) erzeugt auch die Basis fantastischen Druck.

 

Ebenfalls wissen die zwei Halb-Balladen „Killing Bridge“ und „The Traveler“ ohne Wenn und Aber zu überzeugen. Düster episch ziehen sich die Songs über bis zu 7 Minuten von akustisch langsam, über Dynamik-Steigerungen bis zu sogar Bombast. Teilweise kommen einem dabei Epen von Ronnie James Dio in den Sinn, oder Großtaten wie „Gods of Wrath“ oder „Watch the Children Pray“ von Metal Church. Einfach genialer epischer Heavy Metal in seiner reinsten Form.

 

Kürzere, knallhart auf den Punkt kommende Granaten wie „Battle Flag“ und „Crucifixion“ sorgen für amtliches Fist-Raising und mit dem wuchtigen Titelsong „Helm Of Awe“ endet ein absolut superbes Stück Edelmetall.

 

Zwar werden die Amis Thrust immer zuerst mit ihrem 84er Meilenstein „Fist Held High“ in Verbindung gebracht. Aber spätestens jetzt ist die Zeit zum Umdenken gekommen. Denn „The Helm Of Awe“ hat das Zeug zum absoluten US Metal Klassiker und könnte zukünftig in einem Atemzug mit dem legendären Debut genannt werden. Das ist einfach US Metal der Spitzenklasse und sollte eigentlich niemanden, der puren, unverfälschten Metal mag enttäuschen. Thrust me !!



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