THRUST - Harvest Of Souls

Tracklist:

  • Deceiver
  • Immortal
  • Kill Or Be Killed
  • Sorceress
  • Shadow Of The Cross
  • Blood King
  • Possessed
  • Feel The Pain
  • End Of Time
  • One Step From The Grave

Info:

VÖ:  27.04.2018

Label:  Pure Steel Records


Video:

Bewertung:

Autor: Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10



Von der Ur-Besetzung ist nur noch Gitarrist Ron Cooke dabei. Ansonsten bieten die Amis Thrust Musiker auf, die zwar teilweise schon seit langer Zeit bei der Band mitwirken, aber nie großartig in Erscheinung getreten sind. Liegt vielleicht auch daran, daß Thrust außer einer Wiederveröffentlichung im Jahre 2015 im neuen Jahrtausend nicht wirklich albumtechnisch in Erscheinung getreten sind.

 

Die US-Metal Band lebt nach wie vor von ihrem Klassiker-Album „Fist Held High“ aus dem Jahre 1984, auch heute noch ein Meilenstein des Genres. Unvergessen der Hit „Posers Will Die !!“. Aufgrund der angesprochenen Wiederveröffentlichung hat man die Band erneut ins Gespräch gebracht und mit „Harvest Of Souls“ liegt nun also ein neues Album der Truppe aus Illinois vor.

 

Das neue Album beinhaltet 10 Songs feinsten US Metals und man könnte meinen, Thrust hätten nach „Fist Held High“ nun ihre wahre Reinkarnation geschafft. Mittlerweile mit zwei Gitarristen ausgestattet (außer Ron Cooke bedient noch Angel Rodriguez die Saiten), rifft sich die Band wuchtig durch ihren US Metal, der auch Freunde von Metal Church, Omen und Konsorten absolut gefallen dürfte. Gerade das Eröffnungsdoppel „Deceiver“ und „Immortal“ kommt kurz und knackig auf den Punkt und ist quasi as heavy as hell. Sänger Eric Claro besitzt zudem eine stark ausgeprägte, kräftige Shoutstimme, so daß Thrust eigentlich alles richtig machen mit ihrem Sound im Jahre 2018.

Dennoch fehlt er halt, der eine Hit, den man längere Zeit im Gedächtnis behält. Von starken Nummern strotz „Harvest Of Souls“ zwar durchgehend, aber es fehlt etwas an Nachhaltigkeit.

 

„Blood King“, „Possessed“, „End of Time“....alles hochwertige Heavy Kunst, die einen mit Stolz die alte Kutte tragen lässt. Aber ein „Posers Will Die!!“ sucht man vergeblich.

Trotz aller Riffgewalt bleiben die Song stets eingängig und nachvollziehbar. Ab und an wird das Tempo etwas verschleppt, doch bevor man endgültig in düstere Doom-Gefielde abdriftet, zieht man das Ganze wieder an. Die Produktion ist genauso, wie man sie haben muss im US Metal. Gewicht auf Gitarren und Gesang, aber Bass und Drums partiell herausstechend.

 

Mit „Harvest Of Souls“ spielen Thrust mit Können und passablem Songwriting recht groß auf, für Auftritte auf den einschlägigen Festivals sollte dieses Album Anreiz genug sein. Das Album kommt nicht ganz an die letzten US Metal Highlights von Metal Church oder Helstar ran, bietet dennoch genügend Potential, um im Konzert dieser Mannschaften nach wie vor mitspielen zu können. Thrust sind wieder da, auch wenn's kein zweites „Fist Held High“ wurde.  

 



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