BLACK SABBATH - Cross Purposes


Tracklist:

  • I Witness
  • Cross Of Thorns
  • Psychophobia
  • Virtual Death
  • Immaculate Deception
  • Dying For Love
  • Back To Eden
  • The Hand That Rocks The Cradle
  • Cardinal Sin
  • Evil Eye
  • What’s The Use (Bonustrack)


Info:

 VÖ: 31.05.2024

Label: BMG

(Original:  1994 / I.R.S. Recods )


Video:


Bewertung:

 

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8.5 / 10



Außer dem Album „Headless Cross“ werden die Werke von Black Sabbath der Tony Martin-Ära irgendwie immer noch in der Relevanz vernachlässigt. So auch das 1994er Album „Cross Purposes“. Dabei sind diese Scheiben keinesfalls schlechter als „Headless Cross“ und mit der Zeit meiner Meinung nach auch gewachsen. Jetzt werden einige Platten mit Tony Martin am Mikro von BMG in einem feinen Boxset neu aufgelegt und auch „Cross Purposes“ darf hier selbstverständlich nicht fehlen.

 

Schon der Opener „I Witness“ ist ein typisch flotter Black Sabbath Smasher und macht deutlich, das Tony Martin stimmlich weit näher an Ronnie James Dio liegt als an Ozzy Osbourne. Manchmal könnte man echt meinen der gute Ronnie hätte sich das Mikro geschnappt, wie beim mit ruhigem Beginn startenden Stampfer „Cross Of Thorns“. Und das melodische Solo von Tony Iommi ist wie immer klar überirdisch. Bobby Rondinelli an den Drums erledigte einen hervorragenden Job was sich gerade bei den doomigeren Stücken wie „Virtual Death“, mit starkem Geezer Butler-Basslauf, zeigt. Der Song an sich glänzt mit epischer Gesangs-Schlagseite und mehrstimmigen Passagen, nebst verstörenden Klängen zwischendurch.

 

Auch „Immaculate Deception“ mit seinem fulminanten heavy Riff setzt auf diese Tony Martin Epik im Gesang und steuert Keyboards im Background (Geoff Nicholls R.I.P.) bei. Mit welcher Schnelligkeit auch ein Iommi zu Werke gehen kann, zeigt das abschließende Gitarrensolo. Elegische Gitarrenklänge und balladesker Gesang eröffnen „Dying For Love“, das in bester Dio-Manier zur härteren Halb-Ballade mutiert. Ziemlich groovig geht’s bei „Cardinal Sin“ zu. Einer Nummer, die sphärisch einsteigt und mit symphonischen Backings ein wenig aus dem Rahmen fällt.

Das eigentliche Album schließt ähnlich dem Opener ein weiter Black Sabbath Smasher mit „Evil Eyes“ ab. Man höre sich hier nur mal das äußerst coole Iommi-Riff an. Als Bonus gibt’s dann noch einen drumintensiven, schnellen Song mit flotten Riffs namens „What’s The Use“, der damals schon als Zugabe auf der japanischen Edition verwendet wurde.

 

 

„Cross Purposes“ ist meiner Meinung nach viel zu Unrecht unterbewertet und darf in der Diskografie von Black Sabbath keinesfalls vergessen werden. Vieles ähnelt der Phase mit Ronnie James Dio, besitzt also alle typischen Trademarks des Black Sabbath Stils, den man ab „The Eternal Idol“ bis „Forbidden“ kennt. Muß man kennen. 



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