THE SWITCH - No Way Out


Tracklist:

  • Danger On The Loose
  • Play The Game
  • Young Hearts
  • Search For Love
  • Hangin’ On To Seventeen
  • No Way Out
  • Young Gun
  • One Night With You
  • Anytime
  • Strangers Eyes


Info:

VÖ:  12.09.2025

Label:  Frontiers Music s.r.l.


Video:


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7 / 10



Dieses Quartett hat sich vor noch nicht allzu langer Zeit zusammengefunden, um den AOR Spirit der 80er Jahre wieder aufleben zu lassen. Herangezogen hat man dazu thematisch einen Blockbuster der Filmindustrie namens „No Way Out“ von 1987 mit Stars besetzt wie Kevin Costner, Gene Hackman, Sean Young etc.  Die Band nennt sich The Switch und ist eine Multikulti-Truppe um den kanadischen Sänger Bobby John. Zusammen mit Tom und James Martin (ex-Vega, Nitrate) sowie Bassist Dennis Butabi Borg (Cruzh) haben sie zehn Songs erschaffen, die munter zwischen klassischem Melodic Rock und AOR hin und her pendeln. Das Album ertönt recht kurzweilig, und auch musikalisch gibt’s im Prinzip nichts zu meckern.

 

Vom Härtegrad bewegen sich The Switch somit eher in typischen Block-Buster Rocknummern aus Filmen wie beispielsweise Top Gun. Der Auftakt mit „Danger On The Loose“ gelingt recht schmissig und gerade der Gesang von Bobby John weiß zu gefallen. Ähnelt für mich etwas dem Vindra-Frontmann Cliff Ljung, recht hoch und dennoch angenehm und mit Wiedererkennungswert. Musikalisch rocken die Gitarren in sicherem Fahrwasser. Mal dynamisch, mal die Handbremse anziehend. So verhält es sich auch mit Songs wie „Play The Game“, dem äußerst hitverdächtigen „Hangin‘ On To Seventeen“ oder dem mit leicht dramatischem Charakter gespielten „Young Gun“.

Wie es sich für eine solche Band gehört, dürfen die schlüpfrigen Balladen nicht fehlen. Kommt „Search For Love“ noch passabel aus den Boxen geleiert, so ist „One Night With You“ eine dieser typischen Schmachtfetzen, vor denen gestandene Rocker immer Angst haben. Für feuchte Höschen sorgt’s wahrscheinlich, für mich ist solch ein Song einfach zu genau auf diesen Punkt fixiert und gewollt. Klar, in einem solchen Film-Blockbuster gehören Liebesszenen dazu und dadurch muß ein Quasi-Soundtrack zum Inhalt auch diese vertonen.

 

 

Gut, das es mit „Anytime“ und „Strangers Eyes“ danach noch zwei gutklassige Melodic Rock/AOR Bewegungen gibt, die nochmal die erweichten Kohlen aus dem (Lager)Feuer holen. The Switch haben mit „No Way Out“ ein Album erschaffen, das sich gut konsumieren lässt, sich auch zum Nebenbeihören eignet und bis auf die Schlüpfer-Ballade nicht viel verkehrt macht. Guter Sänger, souveräne Musiker ohne große solistische Ausbrüche garantieren Popcorn-affinen Rockfans einen melodischen Soundtrack in halber Filmlänge. 



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