STEELPREACHER - Devilution (Re-Release)

Tracklist:

  • Devilution     
  • We Don´t Get Drunk    
  • Rock´n Roll Children    
  • Too Old For Dying Young 
  • El Pollo Diablo    
  • Rock´n Roll On My Mind  
  • The Wild Hunt   
  • Let´s Get Loaded    
  • Seasons Of The Witch    
  • Atlantean Dawn (Ballad Version)  

Info:

VÖ: 24.04.2020

Label:  A Chance For Metal Records


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10


Seit 2001 sind die Koblenzer Steelpreacher nun schon im Heavy Metal Underground unterwegs. Fünf Alben haben die Jungs bisher zustande gebracht, wobei das letzte „Devilution“ auch schon wieder fünf Jahre alt ist. Dieses Album erfährt nun durch das ACFM-Records Label eine Wiederveröffentlichung und sollte somit nun zu erneuten Weihen kommen.

 

Steelpreacher spielen Heavy Metal wie er traditioneller nicht sein könnte, oder wie das Infoblatt so schön sagt, wie direkt nach 1984 aus der Taufe gehoben. Viele Elemente, die an Saxon, Accept aber auch Mötley Crüe erinnern, lassen die Kuttenträger der Nation himmelhoch jauchzend über die Festival-Wiesen hüpfen, die Fists werden geraist.

 

Prinzipiell machen Steelpreacher für old school Metalfans alles richtig. Fette Riffs, kernig aggressive Vocals von Preacher, sowie ein total festgezimmertes Fundament der Rhythmustruppe von Hendrik Beerkiller (drums) und Muskel (bass) schleudern eine Metalhymne nach der anderen aus den Boxen. Angefangen beim schwer abgehenden Titelstück „Devilution“ über klassisch metallisches der Marke „Rock’n Roll Children“ oder „Too Old For Dying Young“…die Koblenzer stehen für ehrlichen, live sicherlich schweißtreibenden Metal, der mehr als einmal die gute Luft alter Saxon, Accept oder in manchen Momenten auch Motörhead atmet.

 

Daß bei Steelpreacher auch der Spaß nicht zu kurz kommt, manifestiert sich immer wieder auch in trinkfesten Smashern. Auf diesem Album beispielsweise bei „We don’t get drunk (We just get awesome)“. Auch auf den Vorgängeralben gab es bereits diverse Oden an die biertrinkende Gesellschaft. Aber auch beim mexikanisch westernstylischen „El Pollo Diablo“ zeigt die Band durchaus Witz in Form eines teuflischen Hahns. Die Nummer schießt aber nach kurzer Western-Akustik gnadenlos heavy nach vorne.

 

Weitere starke Metal-Brecher folgen in Form von „Let’s Get Loaded“ und „Seasons of the Witch“ bevor man das vom Vorgängeralbum „Hellraiser“ bekannte „Atlantean Dawn“ in einer (halb)Balladenversion anbietet und damit „Devilution“ beendet.

 

Klar, Steelpreacher besitzen diesen typischen Underground Charme, der nach Schweiß, Blut und Tränen in verrauchten Proberaums müffelt. Mit Songs, die sich sofort von Konserve auf die Live-Bretter transportieren lassen. Technisch gut genug, bringt die Band alles mit, was der Traditionsmetaller braucht. Riffs, Attitüde…gute Songs. Aber irgendwie möchte man der Band gar nicht wünschen, aus diesem Underground Charme auszubrechen, denn am besten sollte man so bleiben, wie man auf „Devilution“ ist. Geradlinig, erdig, ehrlich. Steelpreacher….muß man kennen !!



Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Wicked (Mittwoch, 15 April 2020 23:32)

    Geile Platte!!!!