SPACE VACATION - White Hot Reflection

Tracklist:

  • Reign In Hell
  • Playing With Fire
  • Transcending
  • Iceberg
  • Walk Away
  • Being Evil
  • Middle Ages
  • Burn With Me
  • Don't Say It
  • Win The Night
  • Sleep Tight
  • When Heroes Die
  • Out Of Time


Info:

VÖ:  29.04.2022

Label:  Pure Steel Records


Video:


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7,5 / 10



Zeit für einen kleinen musikalischen Urlaub im Weltall ? Ja, dann kommt hier „White Hot Reflection“, das fünfte Album der amerikanischen Metalband Space Vacation. Das letzte Album („Lost In The Black Divide“) ist bereits fünf Jahre her, umso schöner, daß die Besetzung trotzdem gleich geblieben ist. Auch musikalisch hat sich nicht viel geändert. Die Amis spielen nach wie vor recht traditionellen Metal, der seine Wurzeln in den 80ern hat, aber auch manche Hard Rock Linie der 70er Jahre verfolgt.

 

Der Kirchenchor und die Orgel zu Beginn von „Reign in Hell“ führt auf die falsche Spur, denn der Song ist weder im White Metal noch im Düster Lager angesiedelt. Flotter, traditioneller Metal, der mit viel mehrstimmigen Gesangsparts und viel Melodien ein wenig an frühe Def Leppard erinnert. Sänger Scott Shapiro intoniert immer hoch und klar. Auch wenn es hier ein bisschen an Rauhheit in der Stimme fehlt, macht er seine Sache dennoch gut.

 

Gitarrist Kyoshi Morgan war wohl mal bei Vicious Rumors. Klar, daß er dann am Sechs-Saiter was können muß. Und viele Riffs und  Rhythmen treffen vorzüglich ins Ziel. Sein Können nachweisbar zu konsumieren beim kurzen Instrumental „Sleep Tight“. Neben aller old-schooligen Trad-Metal Klänge, lassen Space Vacation den ein oder anderen Schlenker zu. Bei „Playing WIth Fire“ und vor allem „Iceberg“ erklingen tatsächlich ein paar Thrash Metal-Riffs.

 

Dagegen ist „Middle Ages“ beinahe ein fröhlicher Hippie-Rocker, der den 70er Jahren entsprungen sein könnte. Passt irgendwie nicht so richtig ins Geschehen, aber man lernt ja gerne dazu. „Don’t Say It“ mach zunächst Anstalten, die obligatorische Rockballade zu sein. Wird aber, nach ruhigem Start, zu einem weiteren, flotten Hard Rock/Metal Smasher. Zum Abschluß hat man dann mit „Out Of Time“ einen über 7-minütigen Track am Start. Es macht sich dabei durchaus etwas Rock-Epik breit und lässt die Nummer, auch mit Akustik-Gitarrenklängen zu Anfang und Ende, zur anspruchsvollsten des Albums werden.

 

 

Nein, Space Vactation sind keine Weltraum-Rocker, die mit Themen von Outer Space futuristische Zeiten heraufbeschwören wollen. Sie sind einfach eine Band, die den traditionellen Metal und Hard Rock der 80er Jahre weiterpflegt, mit ein paar Iron Maiden-Galopprhythmen auch mal NWOBHM-Einflüsse zeigt und prinzipiell prima Songs im Gepäck hat. Außergewöhnlich neu ist dabei nichts, aber gut gespielt und umgesetzt ist „White Hot Reflection“ allemal. Vielleicht fehlt hier und da der eine oder andere Hit um für mehr Furore zu sorgen, aber das kann ja in Zukunft noch werden, wenn man sich nicht wieder fünf Jahre für weiteres Material Zeit lässt. 

 



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