SATANICA - Resurrection Of Devil's Spirit

Tracklist:

  • Resurrection 
  • Bloodthirsty
  • Liar
  • Black Widow
  • Kamikaze (instrumental)
  • Thunderstorm
  • Dark Star
  • Like A Fire
  • Deal With The Devil

Info:

 

VÖ: 24.07.2020

Label: Iron Shield Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10



Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann dieser Bandname irgendwann mal auftaucht. Satanica....ja, endlich ist es also so weit. Japaner haben sich diesen Namen gesichert und wer nun glaubt, man hätte es hier mit einer Black – od. Death Metal Band zu tun, täuscht sich gewaltig. Klassischer Heavy Metal mit einer gehörigen Portion NWOBHM ist angesagt und auch die bekannteren japanischen Acts wie Loudness, Anthem oder Earthshaker (alles irgendwo 80er Heroen) kann man durchaus als Einfluss anführen.

 

Dabei war der Macher von Satanica, Sänger und Drummer (Exciter irgendwer ?) Ritti Danger selbst schon in den 80ern aktiv, unter anderem bei Witch's Kiss. Falls die jemand kennen sollte. Satanica selbst gründeten sich bereits 2002 und „Resurrection Of Devil's Spirit“ ist nun auch schon das vierte Album der zumindest mir bisher unbekannten Japaner. Das letzte Album ist 10 Jahre her, man kann also von einem neuen Anlauf sprechen, bei dem nun Ritti Danger neben den Drums auch noch die Vocals übernehmen musste, nachdem ihm der etatmäßige Sänger mittlerweile abhanden gekommen ist.

 

Satanica punkten mit echt starken, traditionellen Riffs, die mal an Accept oder Saxon, mal auch an gediegenere Thrash Bands erinnern. Gerade beim Opener „Resurrection“ schimmern auch mal gemäßigte Megadeth Spuren durch. Ritti Danger's Stimme klingt nicht so typisch „japanisch“ wie bei den oben angeführten Bands. Zwar kann man aufgrund der Akzentuierung schon die Herkunft vermuten, allerdings performt der Junge eher mit Bon Scott Vibes in der Stimme, respektive Marc Storace von Krokus. Musikalisch hat man mit AC DC ansonsten aber rein gar nichts am Hut, sondern wie erwähnt durchgehend mit klassichem, traditionellem und old schooligem Heavy Metal.

 

Bei „Liar“ gibt’s auch mal modernere, abgehackte Gitarrenrhythmen zu hören, bei „Kamikaze“, welches stilecht mit Kampfflugzeuggeräuschen beginnt, verzichten Satanica gänzlich auf Gesang und lassen ein stimmungsvolles, sehr melodisches Instrumental vom Stapel. Überhaupt nehmen im Verlauf des Albums immer mehr Melodien, die auch mal an US Bands wie Dokken erinnern, Einzug. „Black Widow“, „Thunderstorm“ oder „Dark Star“...alles feine Songs, die neben amtlichen Riffs einige Portionen Melodien anbieten.

 

Man erlebt bei Satanica musikalisch nicht unbedingt etwas Neues. Aber der Gesang macht die Songs doch zu einer eigenen Marke. Und das lässt sich doch wirklich gut hören und erfreut den Metal Fan an sich. An die Landsmänner von Loudness kommt man noch nicht heran, ist aber auf einem guten Weg in die Phalanx der bekannteren Japan-Bands einzubrechen. Gutes Album !!



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