GREYHAWK - Keepers Of The Flame

Tracklist:

  • Gates Of Time
  • Frozen Star
  • Drop The Hammer
  • Halls Of Insanity
  • The Rising Sign
  • R.X.R.O.
  • Don't Wait For The Wizard
  • Black Peak
  • Masters Of The Sky
  • Ophidian Throne
  • Keepers Of The Flame

Info:

VÖ:  16.06.2020

Label: Fighter Records

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  6 / 10



Sie wollen sich einreihen in die gerade wieder modern gewordene Riege von traditionellen Heavy Metal Bands, die sich den Sound und die Spielweise der 80er Jahre als Grundlage nehmen. Schaut man sich die mitgelieferten Bandfotos an, dann sieht man gleich, daß man es hier mit echten „Kämpfern“ zu tun hat. Nun gut, was Manowar können, dürfen andere halt auch. Wir reden hier von den aus Seattle stammenden Greyhawk, die mit „Keepers Of The Flame“ nach einer ersten EP ihr Debut Album abliefern.

 

Albumname, Artwork, Bandfotos...hier weiß man gleich, wo der Hase lang laufen soll. Dennoch kann man der Band attestieren, ihre Sache nicht unbedingt schlecht zu machen. Die beiden Gitarristen Jesse Berlin und Enrico Marriuzzo hauen saubere Riffs raus, die öfters mal an alte Judas Priest oder Accept erinnern. Kernig im Ansatz und mit ordentlich Kraft gezupft, werden somit Songs wie „Gates Of Time“, „Drop The Hammer“ und „Halls Of Insanity“ zu musikalisch wertigen Angelegenheiten, die jedem Traditionsmetaller Freude bereiten.

 

Leider kann man das für den Gesang von Rev Taylor nicht sagen. Der gepresste Klargesang passt irgendwie schlecht zu den Stücken. Es fehlt an Rauhheit, Punch und Power in der Stimme, auch wenn er ab und an durch einen High Pitched Scream, meist am Songende, überzeugen kann. Gerade in der ersten Albumhälfte nimmt der Gesang den Songs die Finesse. Später, wenn man mehr mit gedoppelten Vocals oder mehrstimmigem Gesang arbeitet, fällt's nicht so ins Gewicht.

 

Daher liegen bei „Keepers Of The Flame“ die Highlights, wenn man so will, mehr am Ende Albums mit Song wie dem epischen „Ophidian Throne“ oder dem Titelsong. Mal eine Verbeugung vor Ronnie James Dio, mal eine Schippe NWOBHM oder Malmsteen-Sound (ohne dessen Virtuosität natürlich)...prinzipiell ist das alles nicht schlecht, was da aus den Boxen quillt. Wenn da halt nicht dieser dünne Gesang wäre.

 

Ob man damit klar kommt, muss jeder selbst entscheiden. Für mich ist Fakt, daß die Band mit einem besseren Sänger viel mehr punkten könnte, um ein gewichtiges Wort im Zirkus des traditional Heavy Metal mitsprechen zu können. Sie müssen also noch zulegen, die Kraftprotze auf den Promofotos.  



Kommentar schreiben

Kommentare: 0