GALASPHERE 347 - The Syntax Of Things


Tracklist:

  • Hiraeth Part 1 (Cronus)
  • Life As An Architect (Hestia)
  • Broken Bones (Eris)
  • Nighthawks (Nyx)
  • Persephone (Kore)
  • The Syntax Of Things (Athena)
  • Hiraeth Part 2 (Aion)


Info:

VÖ:  27.02.2026

Label: Chaos Studios Records


Video:


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung8 / 10



Eine gesunde Mischung aus englisch-skandinavischem Prog, Krautrock und Singer-Songwiter Sequenzen, das spielen Galasphere 347. Das ist das Projekt von Stephen James Bennett, einem Multi-Instrumentalisten und Sänger, der seit den 80er Jahren aktiv ist und zuletzt mit Musikern wie Tim Bowness, Henry Fool gespielt und in Bands wie No-Man mitgewirkt hat.  Im Kern bestehen Galasphere 347 aus Stephen, Ketil Vestrum Einarsen (flute, programming) und Mattias Olsson (drums, exotische Schlaginstrumente). Daneben reihen sich beim Debut Album „The Syntax Of Things“ eine stattliche Anzahl Gastmusiker ein, als da wären beispielsweise Jacob Holm-Lupo, Björn Riis, John Jowitt oder Pete Smith.

 

Acht Songs voller Prog-Zauber präsentiert uns Stephen Bennett und Mannschaft, davon drei Stück um die 10 Minuten rum. Den Anfang machen quierlige Synthies beim Opener „Hiraeth Part 1 (Cronus)“, gefolgt von ruhigem Gesang mit Hall unterlegt. Verzerrte Background-Stimmen und sphärische Keyboardflächen, sowie schöne Melodien liegen irgendwo in Genesis-Nähe. Durch wuchtige Drums wird „Life As An Architect (Hestia)“ eröffnet mit hohem, teils mehrstimmigem Gesang interpretiert. Erneut sehr atmosphärisch mit ein wenig wummernden Synthies präsentiert sich der Song, der mit einem etwas schräg anmutenden Flöten-Solo endet.

 

Björn Riis setzt erstmals seine Gitarre bei „Broken Bones (Eris)“ ein. Verspielte Keys, Spoken Words, sowie anwachsende Dynamik inklusive Saxophon-Thema sind ebenso Elemente dieses Longtracks, wie Flüstervocals, funkige Parts und durch ein ruhiges Break mit E-Piano und Riis‘ elegischer Gitarrenmelodie bekommt das Stück eine noch höhere Qualität. Der sehr lange Instrumental-Teil bedeutet Progrock per excellence. Danach folgt mit „Nighthawks (Nyx)“ eine kürzere, melancholische Ballade.

 

Mehr Dramatik, Wucht und drückende Rhythmen offenbart dann wieder „Persephone (Kore)“ bei dem vor allem das fantastische Gitarrensolo von Jacob Holm Lupo fasziniert. Darauf folgt mit dem Titeltrack „The Syntax Of Things (Athena)“ der mit 10 ½ Minuten längste Song. Der Gesang ähnelt hierbei ein wenig dem eines Peter Gabriel. Wunderschöne Melodien wechseln sich währenddessen mit guten Beats, spacigen Klängen und stampfenden Drums ab. Sehr fein auch das Mellotron Solo in der Mitte. Zum Abschluß lässt „Hiraeth Part 2 (Aion)“ dann nochmals verzerrte Gitarren zu, aber auch ruhigen Gesang, elegische Gitarrenmomente, sowie ein gewisses Maß an Dynamik.

 

 

Galasphere 347 sind eine wundbare Angelegenheit für Fans anspruchsvollen Progrocks verschiedener Spielarten und Einflüsse. Das Album ist abwechslungsreich und von vielen tollen Musikern qualitativ hochwertig gestaltet. Die große Innovation ist „The Syntax Of Things“ zwar nicht, aber sehr gut ausgearbeitet und ideenreich inszeniert. Darf man ruhig mehr von haben. 



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