FATAL FUSION - Land Of The Sun

Tracklist:

  • Land Of The Sun
  • Cry No More
  • Promises
  • Love In The Sky
  • Shot To The Ground
  • Remember
  • Broken Man
  • Out To The Fields
  • Cry No More (live)

Info:

VÖ: 22.01.2021

Label: Apollon Records Prog


Video:

Bewertung:

Autor: Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10



Das erste Album der norwegischen Progrock Formation Fatal Fusion kommt nun erneut auf CD und zusätzlich als Vinyl heraus. „Land of the Sun“ so der Titel, hat man es danach auf weitere drei Alben gebracht. Fatal Fusion verarbeiten musikalisch viele Einflüsse. Von 70er Prog a'la King Crimson und Genesis über Neo Prog der Marke Marillion / IQ bis hin zu Rock, Psychedelic und Iron Maiden.

 

„Land of the Sun“ beinhaltet gleich drei Longtracks, wovon der Titeltrack mit knapp 10 Minuten gleich am Anfang steht. Der Song beginnt unheilvoll, steigert sich in Stakkato Rhythmen und fällt sofort durch den guten, hohen Gesang von Knut Erik Grontvedt auf. Gitarren und Keyboards beherrschen die Szenerie, aber auch Flötentöne, die leicht folkige Spuren hinterlassen. Mehrstimmige, schön melodische Passagen mit Piano und Gitarrenelegien verzaubern, mäandern aber in flottere Keys/Gitarren-Themen bis die Stakkato Rhythmen den Kreis schließen.

 

Etwas ganz anderes gibt es mit „Cry No More“ zu hören. Orgel und Gitarre lassen old-schooligen Heavy Rock los, inklusive gutem Solo am Ende. Auch „Shot to the Ground“ kommt rockig und soulig rüber. Rauher Gesang, Orgelsolo und amtliche Screams fallen mit kratzigen Gitarrenparts mehr in die Kategorie Psychedelic/Hard Rock. Dagegen steht beispielsweise „Remember“ mit Piano, balladeskem Gesang und elegischem Gitarrensolo.

 

Herzstücke sind aber die erwähnten Longtracks, von denen die beiden anderen an das Albumende gesetzt wurden. Das 13-minütige „Broken Man“ beginnt wieder rockig mit Stakkato Rhythmen, verändert sich aber permanent mit Momenten spanischer Gitarre und Keys, Glockenschlägen zwischendurch, ruhigen sowie mehrstimmigen Gesangspassagen und sehr starken Soli. Manche Parts wiederholen sich, was den roten Faden des Songs bedeutet. Schöner, abwechslungsreicher Progrock.

 

Auch das 16-minütige „Out to the Fields“ lässt Prog-Herzen höherschlagen. Langsam beginnend mit groovigen Rhythmen, setzen sich tolle Gitarrenparts und spannend atmosphärische Keyboard-Teppiche durch. Elegien allenthalben beinhaltet der Track eine lange Instrumentalphase bis hin zu jazzigem Piano. Das Ende folgt mit weiteren Keyboard-Atmosphären und Duellen mit den Gitarren.

 

Fatal Fusion überzeugen auf ihrem Erstling mit bewundernswertem Classic Prog der 70er/80er Jahre, der einige Legenden zitiert, aber auch viel Eigenes abliefert. Dagegen stellen die Norweger ein paar psychedelische Rocksongs, die zum Rest nicht unbedingt passen, aber dennoch aufhorchen lassen. Eine Entdeckung dieser Band bietet sich jetzt mit diesem Re-Release an, zudem es als Bonus noch eine Live-Version von „Cry No More“ obendrauf gibt.  



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