VÖ: 23.01.2026
Label: Massacre Records
Autor: Kerbinator
Bewertung: 8,5 / 10
US Power Metal vom Feinsten ist wieder angesagt. Denn Death Dealer veröffentlichen nach sechs Jahren endlich mal wieder ein neues Album. „Reign Of Steel“ heißt das Werk und der Name ist einmal mehr wieder Programm. Death Dealer sind die Zusammenkunft begnadeter Musiker als da wären Sänger Sean Peck (Cage, The Three Tremors), die Gitarristen Ross The Boss und Stu Marshall, Basser Mike LePond (Symphony X), sowie Drummer Steve Bolognese (ex Into Eternity, Witherfall). Erlesene Protagonisten, die zehn wunderbare Power-Granaten zusammengezimmert haben.
Ein schleppendes Riff führt bei „Assemble“ ins Album ein, wird bald schneller und Peck’s amtlicher Scream und der mitunter sirenenhafte Gesang brilliert sofort. Der Song kommt wie eine gesunde Mischung aus Crimson Glory und Mercyful Fate rüber, verfeinert durch tolle Gitarrensoli der beiden Axemen. Weiter geht’s mit dem Midtempo-Stampfer „Devil’s Triangle“, wuchtig und mit viel Power, zudem mit epischem Break und ruhigen Momenten ergänzt. Sehr melodisch, wird’s zum Schluß hin wieder härter.
Twin Gitarren Riffs, epischer Gesang und straightes Metalfutter im Judas Priest Stil erwartet uns bei „Riding On The Wings“. Eingängig, aber auch mit sehr schnellen Parts aufwartend. Richtig schnell trumpfen Death Dealer mit „Bloodbath“ auf, ein wahrer Speedmetal-Knaller mit fast schon punkigem Sprechgesang und wirbeligen Soli. Eine Powerballade im Manowar-Fahrwasser darf sich „Raging Wild And Free“ auf die Fahne schreiben. „Blast The Highway“ ist die schnelle Antwort darauf mit Judas Priest und Helloween-Vibes.
Das Death Dealer gerne auch alte Helden zitieren, zeigt „Compelled“. Accept kommen einem bei diesem Stampfer in den Sinn. Der episch langsame Part mit Keyboards lässt andere Einflüsse mit rein. Ein weiterer Speedmetal-Kracher mit high pitched screams läutet durch „Dragon Of Algorath“ das letzte Drittel des Albums ein, das Sean Peck bei „Sleeping Prophet“ mittels Biff Byford-Gedächtnisvocals in die Saxon-Ecke schiebt. Der Abschlußtrack „Reign Of The Night“ spinnt den Faden dann wieder zum Anfang mit Crimson Glory und Mercyful Fate Anklängen und sehr starken Gitarristen, die auf’s Herrlichste riffen und solieren. Einfach brilliant.
Death Dealer und somit US Power Metal sind/ist zurück und auch wenn viel bei den ganz großen Legenden abgekupfert wird, ist das Ganze doch fulminant und grandios gespielt und mit Sean Peck hat man halt eine Powerröhre in den Reihen, der alles niedersingt aber auch seine Einflüsse nicht versteckt. „Reign Of Steel“….aber sowas von.

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