CVLT OV THE SVN - We Are The Dragon

Tracklist:

  • We Are the Dragon
  • My Venom
  • Don’t Be Tender Love Me Cruel
  • Hellbound
  • Dancing with the Devil
  • Twilight
  • I’m Gonna Find Out
  • Luna in the Sky Forever
  • The Murderer
  • Whore of Babylon
  • The Pit
  • Another Infinity

Info:

VÖ:  07.05.2021

Label:  Napalm Records


Video:

Bewertung:

 

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7,5 / 10



Rätselhaft, mysteriös, okkult, düster....so umschrieben kommt man Cvlt Ov The Svn aus Finnland sehr nahe. Es scheint, daß diese Band (?) nur aus einer Person besteht, zumindest kann ich in den einschlägigen Medien und beim Plattenlabel nichts anderes erkennen. Auch natürlich nicht, wie der Knabe heißt. Er soll wohl mal als Blackmetal Drummer gestartet sein.

 

Mit Cvlt Ov The Svn spielt sich die Musik aber in anderen Sphären ab. Nämlich im Dark Rock-/metal mit Elektronika gemischt und durchaus auch poppig tanzbaren Elementen. Das Debut Album „We Are The Dragon“ ist, zumindest teilweise, wie geschaffen für die Tanzflächen für schwarzgekleidete Düsterheimer, wenn diese denn mal wieder geöffnet werden. Das Label spricht von Einflüssen natürlich der Dark-/Gothic Metal Szene bis hin zu Type O' Negative, aber auch Turbonegro und gar bis zu Roxette. Und so liefert der Opener „We Are The Dragon“ neben dunkler Melodien, düsterem Flüstergesang auch eingängige Popthemen.

 

Atmosphärische Synthies gepaart mit diesmal um einiges härteren Rhyhmen ertönen bei „My Venom“. Der teilweise geflüsterte tiefe Düstergesang zieht sich auch durch diesen Song und in Folge auch durch das gesamte Album. Der Refrain erweist sich erneut als etwas poppig und somit tanzbar. Doch man kann auch mehrstimmig, wie beim folgenden „Don't Be Tender Love Me Cruel“ zu hören ist. Die Melodien ziehen sich schaurig schön durch die Songs, vorantreibende Beats sorgen für stärkere Impulse.

 

Oft zelebrieren Cvlt Ov The Svn ihre Musik in schnellerer Gangart wie bei „Hellbound“ mit kultiger Bass + Gesang Passage, sowie atmosphärischen Background Keyboards oder beim flotten „Twilight“. Andererseits wird’s auch mal mit Elektronika und Programming etwas künstlicher („Dancing With The Devil“). Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, daß die Songs der/des Finnen absolut ins düster geschulte Ohr gehen und auch die tanzbereiten Füße belebt. Fast schon fröhlich zeigt sich „The Murderer“ in seinen wunderbaren Melodien und Synthieklängen. Auch „Luna In The Sky Forever“ ist alles andere als negativ und brilliert mit luftiger Gitarre, Pop-Appeal und hellen Synthies.

 

Abschließend vermacht „Another Infinity“ noch Erhabenheit mittels schleppender Melodie und tollem Gitarrenthema. Ein runder Abschluß für ein überraschend homogenes Düsteralbum.

 

Cvlt Ov The Svn ist natürlich für genau die Zielgruppe gedacht, die auf diese düsteren, tanzbaren Sounds steht. Aber es wird nicht überbordend viel Programming verwendet, meist nur als begleitendes Element. Okkult und Horror halten sich musikalisch in Grenzen, lyrisch dagegen wohl nicht. Klar, daß von einem ehemaligen Blackmetal Drummer keine zarten Texte zu erwarten sind. Das Ganze macht aber definitiv Laune und setzt schon ein kleines Ausrzufezeichen im düstermetallischen Bereich. Noch ist vieles ein Geheimnis. Mal schauen, ob das zukünftig so bleibt.




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