CHAMPLIN WILLIAMS FRIESTEDT - II

Tracklist:

  • Runaway Dancer
  • 10 Miles
  • Love In The World
  • Amandas Disguise
  • Between The Lines
  • Look Away
  • All That I Want
  • Restless Love
  • Price Of Love
  • Sometimes You Win

Info:

VÖ:  15.05.2020

Label: Black Lodge Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10



Lust auf entspannte, supereingängige Westcoast Musik mit leichtem AOR und Pop-Einschlag ? Dann ist die Kooperation Champlin Williams Friestedt genau das Richtige. Dieses Trio, kurz CWF, setzt sich aus Toto Sänger Joseph Williams, dem ehemaligen Chicago Sänger Bill Champlin, sowie dem schwedischen Gitarristen/Produzenten Peter Friestedt zusammen. „II“ ist demnach schon das zweite Album dieser Zusammenkunft und bietet viele Trademarks, die man auch in den Herkunfts-Bands erlebt.

 

Fast schon ein Muß bei solchen Alben ist, daß man sich eine Anzahl von Gastmusikern dazuholt, um den perfekten musikalischen Rahmen zu bilden. Außer allerlei Unterstüzung am Mikro wie Michael McDonald beim souligen „Love In The World“ oder Tamara Champlin bei „Price Of Love“ haben sich CWF noch viele Instrumentalisten hinzugeholt, die ihre Parts zu den einzelnen Songs hinzufügen. Diese aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen.

 

Wie erwähnt ist die Musik auf „II“ sehr gediegen und entspannt, so richtig rockige Passagen gibt’s nicht allzu oft. Eher bringt man die Songs wie beim Opener „Runaway Dancer“ mit höchst melodischen Gesangslinien, mehrstimmigen Refrains und Hintergrundchören ins Ziel. Ein leichtes AOR Feeling besteht immer, da die Gitarre natürlich nicht fehlt, aber eben wunderschön begleitet und nur selten soliert.

 

Beim bereits angesprochenen „Love In The World“ kommt ein leichter World Music und Soul Faktor hinzu. Nicht zuletzt durch eingefügten Bläser/Trompeten Einsatz. Auch eine gewisse Theatralik kann man fühlen, wenn man durch Piano/Gesang fröhlichere Töne anschlägt und bei „Amanda's Disguise“ einen rockigeren Refrain inklusive Chor anbietet. John JR Robinson erleben wir hier an den Drums.

 

Ebenso durch verschiedene Gastkeyboarder und Pianisten geprägt erhält „Look Away“ einen leichten Aufführungs-Touch mit Applaus am Ende. Der Gesang reicht hier von country-poppig bis hin zu reichlich balladesk.

Ansonsten reihen sich die Songs mit Ohrwurmcharakter und Wohlfühlmelodien aneinander. Mal mehr im AOR Bereich, wie dem REO Speedwagon ähnlichen „All That I Want“, oder durch Chaplin's Gesang bedingt in seligen Chicago Fußstapfen bei „10 Miles“. Multi-instrumental wie bei „Between The Lines“ mit Xylophon-Klängen, Trompete, Saxophon...eine Oase an ruhiger Ausgeglichenheit und poppiger Entspannung. Oder aber im Singer-Songwriter Modus wie bei „Restless Love“

 

CWF eignet sich hervorragend für Fans solcher Bands wie Chicaco, Toto und weiterer klassisch rock-orientierter Kapellen. Das Album kratzt gerade noch so an der Rockgrenze und ist definitiv im breiten Mainstream beheimatet. Hauptprotagonisten und Gäste sind allesamt Könner der Szene und somit kann über die musikalische Qualität kein Zweifel ausgesprochen werden. Spannend geht freilich anders, aber für nette Berieselung zwischendurch sind CWF eine absolute Empfehlung.  



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