ANGEL MARTYR - Nothing Louder Than Silence

Tracklist:

  • Burn The Witch
  • Blood Is On Your Hands
  • Breathe Again
  • Wonder Who You Are
  • Farewell
  • Free
  • Enough Is Enough
  • Music Plays
  • Fireflies
  • Destination

Info:

VÖ: 19.02.2021

Label:  Iron Shield Records

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7 / 10



Nichts ist lauter als Stille....dem wollen die Italiener Angel Martyr mit ihrem zweiten Album „Nothing Louder Than Silence“ entgegenwirken und lassen's ordentlich krachen. 2010 gegründet, spielt das Trio um Sänger und Gitarrist (+ Keyboardist) Tiziano Sbaragli puren, teils epischen Heavy Metal, der nicht zuletzt wegen der nasalen, quengeligen Stimme des Vokalisten ein wenig nach Manilla Road klingt.

 

Alles beginnt mit einem Intro („Black Rose On A Frozen Grave) bestehend aus Wind, Akustik Gitarre und Spoken Words. Doch dann geht’s in die Vollen mit „Legion Of The Black Angels“. Speedige Riffs, der an sich hohe Gesang und ein recht einfach gestrickter Refrain...mehr wird nicht benötigt um amtilichen Heavy Metal zu bieten. Ein weiterer Spoken Words Part unterbricht, wird aber sofort wieder von einem Speed Gitarrensolo, hohem Scream und Double Leads zum Schluß abgelöst. Man weiß nun, wo die Reise bei Angel Martyr hingeht.

 

Beinahe in jedem Song lässt Tiziano so einen high pitched Scream los, scheint so etwas wie eine seiner Trademarks zu sein. „Forgotten Metal“ ist dann so ein epischer Track, der nach Manilla Road klingt. Auch etwaige Maiden-Vibes sind nicht zu leugnen. Überhaupt sind die Gitarrenparts von hoher Qualität und auch die Soli schön old-schoolig unterwegs. Mal tendieren Angel Martyr zum Midtempo wie bei „Black Twin Rising“, oft aber sind die Song von schneller Spielart wie „Reckless Master“.

 

Zum Ende hin führt „The Arrival In Geresenes' Land“ mit Akustik Gitarre, tieferen Vocals und Tribal Drums zum überraschenden Longtrack „My Name Is Legion“. Über 12 Minuten lang bietet dieses Mammutwerk alles, wofür epischer Metal steht. Schnelle, speedige Parts wecheln mit langsameren ab, düstere Stimmungen führen über glorreiche Epikwendungen zu einem Piano-Abschluß am Ende.

 

Freunde von Manilla Road und den vielen neueren Epik Metal Bands können durchaus auch Gefallen an Angel Martyr finden. Musikalisch und gesanglich passt alles zusammen, lediglich so richtig nachhaltig im Ohr bleiben die Songs erst einmal nicht. Daran dürfen die Italiener gerne noch arbeiten. Aber auch Manilla Road mußte man sich ja immer erst zurechthören.  



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