AIRFORCE - Strike Hard

Tracklist:

  • Fight
  • Die for You
  • Son of the Damned
  • The Reaper
  • Finest Hour
  • Don't Look in Her Eyes
  • I Feel Your Pain
  • War Games
  • Band of Brothers
  • The War Inside
  • Faith Healer (CD bonus)

Info:

VÖ:  04.09.2020

Label:  Pitch Black Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  6 / 10



Die Briten Airforce sind tief in den 80er Jahren, respektive der NWOBHM verwurzelt. Selbst kein Teil dieser Bewegung, spielt man doch genau den 80er Sound, den man von Iron Maiden und Judas Priest her kennt. Gegründet hat man sich wohl bereits Ende der 70er und verweist hauptsächlich auf Doug Sampson, einen ex-Iron Maiden Drummer.

 

Schaut man auf die Diskographie von Airforce, sieht man, daß erst 2016 das Debut Album („Judgement Day“) herauskam. Jetzt, vier Jahre später, starten die Briten mit „Strike Hard“ den nächsten Versuch, durchzustarten. Neben Doug Sampson stehen weitere Veteranen im Line Up. Basser Tony Hatton war ebenso bereits in den 80ern aktiv, wie Gitarrist Chop Pitman. Von den ehemaligen Bands der beiden hat man wohl eher noch nichts gehört, daher sparen wir uns das.

 

Frischling in der Truppe ist Sänger Flavio Lino, der erst im letzten Jahr zu Airforce gestoßen ist und nun als alleiniger Sänger auftritt. Das war beim letzten Album noch anders, als man den Gesang auf mehrere Schultern verteilte. Flavio Lino hat unter anderem in einer Iron Maiden Coverband gesungen. Demensprechend klingt sein Gesang auch meist wie eine light Version von Bruce Dickinson.

 

Beim Opener „Fight“ wecken Airforce gleich Erinnerungen an Accept zu „Balls To The Wall“-Zeiten. Doch in Folge ändert sich der Sound mehr hin zu Judas Priest (bis „British Steel“) musikalisch und Iron Maiden („Number Of The Beast“) gesanglich. Qualitativ ansprechend von Chop Pitman gerifft, gehen Songs wie „The Reaper“, „I Feel Your Pain“ und „The War Inside“ gut ins Ohr. Beim etwas progressiveren „War Games“ erinnern Airforce etwas an alte Queensryche und auch Flavio Lino beherrscht die ein oder andere Geoff Tate Spur in seiner Stimme.

 

Als Bonustrack der CD Version hat man sich den Alex Harvey Band Klassiker „Faith Healer“ ausgesucht. Dem zynischen Charme des Originals kann man hier zwar nicht das Wasser reichen, aber auch die aggressivere Ader, die man diesem Song spendiert hat, lässt sich hören.

 

Natürlich wirkt das Material auf „Strike Hard“ etwas wie ein aufgewärmtes Essen. Aber die Zutaten schmecken und auch wenn man keine wirklichen Hits an Bord hat, kann man das Album gut durchhören, wenn man auf den Sound der NWOBHM und der 80er Jahre generell steht. Airforce werden sicherlich keine großen Bäume mit dem Album ausreißen, dürfen sich aber über ein recht gelungenes Album freuen.  



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