THE COSMIC TRIP ADVISORS - Wrong Again, Albert

Tracklist:

  • Oh My My My
  • Sleazy Does It
  • Lonely Since I Met Ya
  • Had To Have It
  • Such Is Life
  • Feeling Low
  • Ledz Boogie
  • I Got It Going On
  • Bottle In Me
  • Firecracker Blues
  • Tongue Tied

Info:

01.12.2020

Label:  Bad Reputation


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7,5/ 10



The Cosmic Trip Advisors....das ist keine Space Rock Band oder jemand, der sich mit bewusstseinserweiternden Mitteln auf einem Trip befindet. Nein, dies ist eine Classic Rock Band aus West Lothian. Schotten also, die ihre Musik als Rock'n Soul bezeichnen. Und wenn man die Sängerin der Band hört, mag man dem durchaus zustimmen.

Denn Lesley McGonnal, die sich auch „Lesbomb“ nennt hat genug Soul in der Stimme, um diese Art von Musik gut rüberzubringen. Mal kratzbürstig, mal zerbrechlich interpretiert sie die 11 Songs des Debut Albums, „Wrong Again, Albert“, völlig überzeugend und lässt eben viel Seele einfließen.

 

Musikalisch liegen Songs wie „Oh My My My“, „Sleaze Does It“ oder „Bottle In Me“ tief im Classic Rock verwurzelt. Die Gitarren von El Cap (Mark Thornburn) und Tattie (Ian Tait) stimmen meist den Rhythm'n Blues an, bewegen sich aber auch am Rande des erdigen Hard Rocks. Ein ganz wichtiger Faktor bei The Cosmic Trip Advisors ist aber The P-Man (Peter Hampton), der für die Tasten zuständig ist. Klassisches Orgelspiel bringt so einen leichten Uriah Heep Faktor mit ein, oder auch die ein oder andere Deep Purple Stimmung kommt auf. Über allem schwebt der sehr gute Gesang von Lesley, die bei den Schotten das Salz in der Suppe bedeutet.

 

Neben etwas bluesigeren Noten wie bei „Firecracker Blues“ lässt die Band auch mal balladeske Lagerfeuerstimmung aufkommen. „Such Is Life“ ist zwar keine reinrassige Ballade, aber doch eher für ruhigere Momente gedacht. Auch hier kommt die soulige Stimme der Dame sehr gut zur Geltung.

 

Die Songs wurden innerhalb von zwei Tagen in Schweden aufgenommen und so improvisiert wirken auch manche Stellen. In Schottland dagegen wurden die Songs dann soundtechnisch aufgehübscht. Als Vergleich gibt es als Bonus das komplette Album nochmal in ihrer Rohversion. „Same, same...But Different“ haben die Cosmic Trip Advisors diese Bonusgeschichte genannt. Ehrlich gesagt hört man beim „richtigen“ Album „Wrong Again, Albert“ allerdings gar nicht mal so große Unterschiede heraus. Ein Beweis für die Bodenständigkeit und den Faktor, daß man die Songs nahezu zusammen im Studio eingespielt hat. Homogen und in ihrer Ursprünglichkeit aufgenommen.

 

Mit „Wrong Again, Albert“ liegt uns also ein gutes Stück Rock'n Soul (nennen wir es mal so) vor. Gute Musiker, sehr gute, markante Sängerin. Die Classic Rock Fans, die dem Soul und Blues aufgeschlossen sind, wären hiermit angesprochen. Handgemachter Rock, für den es keine kosmischen Ratschläge braucht.  



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