SUBSIGNAL - A Song For The Homeless (Live in Rüsselsheim 2019)

Tracklist:

  • Touchstones
  • Ashes Of Summer
  • The Bells Of Lyonesse
  • The Sea
  • Walking With Ghosts
  • Even Though The Stars Don't Shine
  • The Passage / Drum Solo
  • La Muerta
  • My Sanctuary
  • Time And Again
  • Paraiso
  • Paradigm

Info:

VÖ: 22.05.2020

Label: Gentle Art Of Music

Video:


Bewertung:

Autor: Kerbinator

Bewertung:  --- / ---



Ziemlich genau vor einem Jahr spielten Subsignal im Zuge der „La Muerta“-Tour im Rüsselsheimer „Das Rind“. Ein Jahr später wollte man dort erneut auftreten, aber ein gewisser Corona-Virus machte dies leider unmöglich. Umso besser, daß man den Auftitt vom 29.03.2019 für ein Live Album aufgezeichnet hat und dieses nun unter dem Titel „A Song For The Homeless – Live in Rüsselsheim 2019“ herausbringt.

 

Sechs Alben hat es gedauert bis die Quasi-Nachfolgeband von Sieges Even ihr erstes Live Album präsentiert. Natürlich lässt man von jedem Album etwas in dieses Live Album einfließen, gleich vier Songs sind aber vom aktuellen „La Muerta“ dabei. Selbstverständlich nachzuvollziehen, handelt es sich ja auch um ein Konzert der Tour zu diesem Album. Neben dem Titelsong sind dies noch „Even Though The Stars Don't Shine“, das wunderbare „The Bells of Lyonesse“ mit seinem faszinierenden Refrain, sowie „The Passage“, dem man zugleich noch ein Drum-Solo spendiert hat. Mit solchen Drum-Soli ist es immer so eine Sache, können diese doch die Stimmung herunterziehen, wenn's zu lange dauert. Dirk Brand kriegt's aber hin, mit Können und Kurzweil die Spannung aufrecht zu erhalten.

 

Wie auch auf den Studioalben, funktioniert die Mischung bei Subsignal aus Progrock, AOR und kurzen Progmetal-Einschüben hervorragend. Sänger Arno Menses veredelt die Songs auch live durch seine grandiose, glasklare Stimme, die dennoch genug Power besitzt um gegen die Riffs und Rhythmen eines Markus Steffen anzusingen. Ab und zu erinnert die Musik an Rush, manchmal an Marillion, doch die Jungs sind zu lange schon im Geschäft, um den Songs nicht ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken.

 

Auf dem Album steigt man mit dem Titelsong des 2011er Albums „Touchstones“ ein. Eine Nummer, welche das Publikum gleich auf Hochtouren bringt, was man an den anschließenden Reaktionen feststellen kann. Überhaupt ist das Live Album von Yogi Lang mit tollem Sound eingefangen, gemixt und produziert worden. Man präsentiert ein authentisches Klangerlebnis, welches den Club-Charakter des „Rinds“ gut rüberbringt, ohne auf großartige Nachbesserungen zurückgreifen zu müssen.

 

Auch die komplexeren Stücke wie „The Sea“ oder „The Passage“ liefern mit immenser Spielfreude keinerlei Spannungsverluste, sondern bilden eine Einheit mit den kürzeren, etwas hardrockigeren Stücken. Welch tolle Musiker bei Subsignal am Werk sind, zeigt auch Keyboarder Markus Maichel, der mal neoprog-tpyische Synthies, mal E-Piano orientierte Passagen dazupackt und den Progressive Rock Anteil im Sound immens erhöht.

Von Arno Menses als unverzichtbar in seiner Ansage angekündigt gibt’s zum Abschluß „Paradigm“ vom Debutalbum „Beautiful & Monstrous“, was einen perfekten Ausklang eines starken Live-Mittschnitts bedeutet.

 

„A Song For The Homeles – Live in Rüsselsheim 2019“ ist für Subsignal ein wichtiges Dokument ihrer Arbeit. Zum einen repräsentiert es einen exquisiten Überblick über das bisherige Schaffen und somit einen idealen Einstieg für Leute, die Subsignal bisher nicht kannten. Zum anderen für Kenner der Band einen klasse Mitschnitt eines starken Konzerts. Und nicht zuletzt zeigt es, wie wichtig es für Clubs wie „Das Rind“ ist, daß sie diesen momentan verheerenden Zustand durch den Corona Virus überleben und somit Bands wie Subsignal solch tolle Auftrittsgelegenheiten weiterhin ermöglichen. Bis dahin bleibt die Freude über dieses Live Album und das Erlebnis Subsignal. (Wie immer bei Live Alben, keine Punktebewertung)



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