SERGEANT STEEL - Truck Tales

Tracklist:

  • Fight Fire With Fire
  • Backseat Lover
  • Dance Into The Light
  • Brotherhood
  • Voodoo Queen
  • Body Language
  • Pain In My Ass
  • Hunter
  • The Time Will Come
  • Nightmare 

Info:

 

VÖ: 14.05.2021

Label: Melatapolis Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7,5 / 10



Achtung !! Der Sergeant kommt !! Und zwar der Sergeant Steel aus Österreich. Gemeint ist damit eine Hard Rock Band, die seit 2007 existiert, bisher drei Alben herausgebracht hat und bereits mit Bands wie Hollywood Vampires, Europe und den Scorpions gespielt hat. Album Nummer vier steht an und trägt den süffisanten Titel „Truck Tales“. Dazu gehört ein irgendwie witziges Albumartwork...auf geht’s.

 

Die Österreicher haben sich ganz dem typisch amerikanischen Hard Rock verschrieben, der auch viele Spuren von Glam Rock und Sleaze enthält. Da man mit Ben Bateman auch einen Keyboard in den Reihen hat, wird dieses Element, wie auch diverse Orgelpassagen Teil des Sounds von Sergeant Steel. Klingt der Sänger Phil Vanderkill im Opener „Fight Fire With Fire“ noch ein wenig dünn, so verbessert sich das im Laufe das Albums merklich. Typisch sleaziges Material wie „Backstreet Lover“, das laszive „Hunter“ oder „Dance Into The Light“ kann man durchaus in die 80er Jahre verorten, als Mötley Crüe, Cinderella und Co. genau diese Musik spielten.

 

Dennoch ist die Produktion zeitgemäß. Nicht umsonst hat man Produzenten-Legende Michael Wagener in den USA den Feinschliff verpassen lassen. Somit sind Sergeant Steel auch nicht weit weg von aktuellen Bands, die sich in diesem Genre breit gemacht haben wie Crazy Lixx, Crashdiet oder auch Steel Panther, ohne deren aufgesetztes Image. Witzigerweise integriert die Band mittels Programming immer mal wieder leichte Bläser-Einsätze, was eine spezielle Note in einzelnen Songs bedeutet.

 

Der Lagerfeuer-Verbrüderung „Brotherhood“ kann man durchaus Cinderella-Balladen-Nähe attestieren. Mit „The Time Will Come“ gibt es noch eine weitere ruhigere Nummer auf „Truck Tales“. Ohne sich an Kitsch anbinden zu wollen sind auch das richtige gute Songs, die qualitativ den Legenden in nichts nachstehen. Mit „Body Language“ kommt dann auch noch ein wenig anrüchiges Flair auf, dem man in bester Crüe-/Poison-Manier seinen eigenen Stempel aufdrückt.

 

Aber auch grundlegend erdigen, reinen Hard Rock haben Sergeant Steel im Gepäck. Nämlich mit dem flotten „Vooodoo Queen“, welches beinahe Pretty Maids Qualität erreicht, sowie dem flotten „Pain in the Ass“, das von vorne bis hinten reinen Tisch macht und jeden Hard Rocker überzeugen sollte.

 

Wer also mit sleazig umtriebigem Hard Rock amerikanischer Prägung aufgewachsen ist und mit generell etwas anzüglicher Interpretation dieser Stilrichtung klar kommt, ist bei Sergeant Steel genau richtig. Die Jungs zocken ihre Songs kompetent runter, lassen sich immer mal wieder was Neues einfallen (siehe die angesprochenen Bläser-Einsätze) und langweilen somit zu keiner Sekunde. Auch wird hier nichts überbordend von den Klassikern abgekupfert, sondern die eigene Duftmarke hinterlassen. Ein Album mit viel positiver Energie, die man gerade heute so sehr braucht. Gelungen, meine Herren !! 



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Kommentare: 1
  • #1

    Hans Moser (Donnerstag, 27 Mai 2021 19:40)

    Was isn des? I was net, ja schlecht indes net, des is jo supä. �