PERTICONE - Underdog

Tracklist:

  • No One Else (But You)
  • Out Of Control
  • All You Can Trust
  • Man On The Moon
  • Giselle
  • Dusty Road
  • Back To my Heart
  • Underdog
  • All You Can Trust (New Version) 

Info:

VÖ: 29.01.2021

Label: AOR Heaven

Video:

Bewertung:

 

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7,5 / 10



Zuallererst....das Albumcover des Debut Albums von Perticone ist alles andere als ein Hingucker. Ich denke nicht, daß man sich dieses zur Hand nimmt, wenn man die Musik von „Underdog“, so der Titel des Debutalbums, anhört. Dabei kann man natürlich nicht automatisch auf die Musik schließen. Denn diese ist wirklich nicht schlecht. Perticone ist eher ein Projekt denn eine Band. Kopf ist der Argentinier Martin Perticone, der sich ein paar illustre Gäste eingeladen hat, um die neun Songs von „Underdog“ aufzunehmen.

 

Musikalisch liegt man im Bereich des Melodic Rock / AOR, bei dem Plattenlabel konnte man das aber voraussehen. „No One Else (But You)“ ist dann auch gleich ein Opener, den man eher in die „plüschige“ Seite des Rock schiebt. Supereingängig und melodisch, mit dazugehörigen Keyboardmomenten, bei dem als Sänger Steve Overland (FM) seine schöne, klar melodische Stimme präsentiert. Der Mainman übernimmt Lead- u. Rhythmusgitarre, was ihm wunderbar von der Hand geht. Irgendwo erinnert die Musik an Bands wie Bad English, Toto oder auch Outside Edge, einer 80er Melodic Rock Band aus Großbritannien.

 

Auch das folgende „Out Of Control“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, allerings mit Perticone's Gesang, bevor bei „All You Can Trust“ Mr. Big's Eric Martin das Mikro übernimmt. Das kommt nicht von ungefähr, war Martin Perticone doch mal 2007 Tourmanager von Eric. Der Song ist eher seicht, fast balladesk geraten und unterstreicht somit auch den Anspruch, den meisten Ladies zu gefallen. „Man on the Moon“ kommt danach ungleich rockiger rüber. Mit Edu Giardina an der Lead Gitarre, der das Album zudem produziert hat, befinden sich Perticone also mehr im Bereich straighten und flotten Hard Rocks. Müßig zu erwähnen, das die Songs sehr refrain-orientiert sind und da auch immer wieder punkten.

 

Um nicht zu langweilen hat man sich mit „Giselle“ und „Dusty Road“ zwei southern-rockige, gar fast countrytaugliche Stücke genehmigt. Die passende Slide Gitarre bzw. Lap Steel Guitar übernimmt hier Gast Ale Malenky. Nette Abwechslung, bei der man sich irgendwann beim Mitwippen ertappt. Wieder mehr im Melodic Rock / AOR Bereich findet sich „Back To My Heart“ wieder, mit amtlichen Keyboardflächen von einem weiteren Gast, Guillermo De Medio. Der Titelsong „Underdog“ lässt härtere Gitarren und geradlinigen Hard Rock vom Stapel, bevor zum Abschluß noch eine neue Version von „All You Can Trust“, wiederum mit Eric Martin als Sänger, im Balladen-Modus dieses Debut beschließt.

 

„Underdog“ ist ein wirklich gutes Melodic Rock Album mit starken, teils namhaften Musikern, welches ab und an von der Basis abweicht, aber immer hochmelodisch bleibt. Als Band kann man Perticone freilich nicht betrachten, als Projekt kann man aber mit flüssigem Songwriting überzeugen. Bin mal gespannt, ob und in welcher Form wir von Martin Perticone zukünftig hören werden. Für's erst hat er's sehr gut gemacht, der Martin....na ja, bis auf's Cover.




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