JADED HEART - Heart Attack


Tracklist:

  • Blood Red Skies
  • Sweet Sensation
  • Heart Attack
  • Harvester Unknown
  • Lady Spider
  • Descent
  • Remnants Of Before
  • Right Now
  • It's About Time
  • Bridges Are Burning
  • Midnight Stalker


Info:

VÖ:  14.10.2022

Label:  Massacre Records


Video:


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8,5 / 10 



Jaded Heart sind in den letzten Jahren und mit den letzten Alben ein paar Grade härter geworden. Weg vom reinen, melodischen Overflow geht man mittlerweile bissiger und schärfer zu Werke. Liegt vielleicht auch an Sänger Johan Fahlberg, der seit geraumer Zeit das Mikro schwingt und im Gegesatz zum schmelzigen Michael Bormann (ehemaliger Sänger) mehr Biss zeigt. „Heart Attack“ heißt das neue, mittlerweile 15. Album und trifft's im übertragenen Sinn gut. Herzerwärmende Melodien treffen auf attackierende Riffs und Rhythmen.

 

So geht’s mit „Blood Red Skies“ auch gleich mit einem fetten Riff knallig los. Der mehrstimmige Refrain lässt dann zugleich Stadionrock-Atmosphäre vom Stapel. Flott und treibend ein absolut schmissiger Opener bei dem Johan Fahlberg seine voluminöse Stimme zur Geltung bringen kann. Auch Gitarrist Peter Östros spickt den Song mit Riff-Feuer, wie man es von Jaded Heart früher eher selten erlebt hat. Mit Breitwand-Refrain ausgestattet kommt danach „Sweet Sensation“ angerauscht.

 

Fetter Groove und gar Gang Shouts, sowie Gesang mit reichlich Hall unterlegt liefert „Harvester Unknown“ und, ohne Mist, ein Speed-Metal/Thrash-Riff eröffnet „Lady Spider“. Allerdings ist der eingängige Refrain dann doch weit vom Thrash entfernt, ein wuchtiger Drum Part und ein Spokesman garnieren diesen fulminanten Track. Höhepunkt des Albums ist der über 8-minütige Song „Descent“, der als flotter Melodic Metaller beginnt, dann aber mit Queensryche-Vibes fast schon progmetallische Spuren annimmt. Hochmelodische Gitarrenparts und ruhiger Gesang zwischendrin fahren die Power kurz runter, bevor es am Ende wieder intensiver wird.

 

Zuerst speedig, dann ruhiger aber mit zynischem Gesang von Fahlberg ertönt „Right Now“. Hier hat Gastmusiker Niklas Dahlin (Insania) das frickelige Gitarrensolo beigesteuert. Der smashige Refrain tut ein übriges. Balladesk beginnend mit teils doomigen Riffs versprüht „Remnants Of Before“ fast schon Fates Warning Gespür. Auch die restlichen Songs haben viel von (Melodic) Power Metal, der Abschlußtrack „Midnight Stalker“ setzt mit giftigen Vocals und coolem Gitarrensolo dann nochmals eine erneute Duftmarke.

 

 

„Heart Attack“ ist wohl das bisher ideenreichste und kraftvollste Album, das Jaded Heart je herausgebracht haben. Und das sollte jedem Powermetal- und sogar Progmetal-Fan durchaus gefallen. Nicht mehr viel von weichgespülten Melodic Rockern, sondern kernig, knackig und fantastisch auf den Punkt gespielt. „Right Now“ wurde übrigens zusammen mit Sascha Gerstner (Helloween) geschrieben, somit ist alles gesagt. 



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