HELENA ALEKSANDRE'S - Angels Don't Sleep

Tracklist:

  • I Killed My Fear
  • Где же ты мой ангел (Where You My Angel)
  • Tears Of Rain
  • Tell Me For What
  • Point Of Collection
  • Polar Night
  • You Can Find A Way
  • Ангелы не спят (Angels Don’t Sleep)

Info:

VÖ: 24.11.2020

Label:  Sliptrick Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Rainer Kerber

 

Bewertung:  8 / 10



Viel Informationen findet man nicht zu Helena Alexandre’s. Kein Gründungsdatum. Eines ist sicher, die Band besteht aus drei jungen Frauen. Gründerin und Namensgeberin ist offensichtlich Helena Provinova (aka Helena Aleksandre), eine in Moskau geborene und nun in New York lebende Musikerin und Komponistin. In der e-Mail von der Promo-Agentur wird der Stil als eine Mischung aus Folk, Rock, Metal, Hard Rock und Progressive beschrieben. Produziert wurde das Album wohl vor mehr als einem Jahr im Step Hatred Studio von Alex Gorshkov, dem Gitarristen der Death Metal Band Barbarity. Erschienen ist es aber erst dieses Jahr im November.

 

Beschaulich startet “I Killed My Fear”. Später wird der ebenfalls beschauliche, zugleich kraftvolle Gesang von Vera durch harte Riffs unterlegt. Ein Midtempo Hard Rock Song. “Где же ты мой ангел” (engl. Where You My Angel) tendiert eher in Richtung Folk Rock.  erstärkt wird dieser Eindruck durch den Gesang in Russisch. Aber auch hier bestimmen die e-Gitarren den Sound. Ein herzerweichendes, sehr melodisches Gitarren-Solo rundet das Ganze noch ab. Die Band liebt die Abwechslung. So ist “Tears Of Rain” ein akustisches, instrumentales Kleinod. Dazu kann man Regen und Donnergrollen hören. “Tell Me For What” war ursprünglich nicht auf dem Album. Es stellte sich aber heraus, dass dieser Folk-Song ganz hervorragend zu den anderen Songs passte. Neben den Riffs ist auch immer wieder eine akustische Gitarre zu hören. Von diesem Wechselspiel lebt der Sound und strahlt eine positive Atmosphäre aus.

 

“Polar Night” ist das zweite Instrumentalstück auf dem Album. Auch hier steht wieder die Akustik-Gitarre im Vordergrund. Diesmal allerdings begleitet von Streichern. Wie ich schon schrieb, mag das Trio die Abwechslung. Hier kann man das sogar innerhalb eines Songs (“You Can Find A Way”) hören. Nachdem man in der ersten Hälfte zumeist besinnliche hört, werden später harte Metal-Riffs eingearbeitet. Und o Wunder. Das funktioniert. “Ангелы не спят” (engl. Angels Don’t Sleep) ist der zweite Song mit russischen Songtexten. Und zugleich auch der Titelsong. Es wechseln sich  wieder folkloristische Klänge mit epischen Gitarrenspiel und Hard Rock Riffs ab.

 

“Angels Don’t Sleep” ist ein Album, an dem vor allem Freunde von Folk, Folk Rock bzw. Folk Metal ihre Freude haben werden. Den drei Musikerinnen ist es eindrucksvoll gelungen sehr viel Gefühl in ihre Kompositionen einfließen zu lassen. Und immer wieder lässt der Sound die Weite Russlands erahnen. Aber auch beinharte Metalheads sollten sich dieses Album anhören. Ein Blick über den Tellerrand kann nie schaden. Das kompositorische und musikalische Talent der drei sollte man unbedingt würdigen.



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