HEAVY WATER - Red Brick City

Tracklist:

  • Solution
  • Turn to Black
  • Red Brick City
  • Tree in the Wind
  • Revolution
  • Personal Issue No. 1
  • Medicine Man
  • Follow This Moment
  • Now I'm Home
  • Faith

Info:

VÖ: 23.07.2021

Label:  Silver Lining / ADA


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung: 8/ 10



Saxon Fans aufgepasst ! Hier kommt der Vater mit dem Sohne. Heavy Water nennt sich das sogenannte Lockdown Projekt von Seb Byford zusammen mit Vater Biff. Aber, mit Saxon hat dieses Projekt bis auf den großen Namen des Vaters wenig zu tun. Biff stellt lediglich seinen Erfahrungsschatz zur Verfügung und hat, man horcht auf, den Bass eingespielt. Im Prinzip ist Heavy Water aber mehr auf Seb Byford's „Mist“ gewachsen und das macht sich in der Musik des Debut Albums „Red Brick City“ auch deutlich. Denn der Sohn wurde durch Bands wie Queens Of The Stone Age, Led Zeppelin, Soundgarden, aber auch Bob Dylan inspiriert. Etwaige Einflüsse schimmern dann auch bei den 10 Songs des Albums durch.

 

Dabei ist der Opener „Solution“ mit seinem heavy Riff noch am ehesten dem Schaffen von Saxon nahe. Liegt aber auch am Double Gesang mit Biff, der natürlich durch seine markante Stimme Vergleiche mit der brtitischen Legende heraufbeschwört. Aber er singt meist in einer Nebenrolle, die Hauptstimme gehört dem rauchigeren, mitunter auch bluesigeren Seb. Der Einstieg ist ein feiner Heavy Groover mit einigen swingenden Rhythmen, der Spaß auf mehr macht.

 

Auch „Turn To Black“ beinhaltet ein hartes Riff, beginnt mit Drums + Bass. An den Kesseln sitzt übrigens Tom Witts. Daneben hat man noch Tom Kemp für ein paar Orgelmomente und, oha, Saxophon rerkrutiert. Dieser Song jedenfalls liefert einen recht screamigen Refrain, baut zwischendrin langsam ab und wieder auf, bleibt in der Regel jedoch flott. Der Titelsong könnte dann glatt ein Überbleibsel von Soundgarden sein. In der Ausrichtung viel langsamer, ja doomiger lassen Seb und Biff im Double Refrain gesunde Härte einfließen. Dies bestätigt auch ein immens harsches Riff.

 

Ganz anders dagegen „Tree In The Wind“. Orgel und balladeske Gitarrenklänge bilden die Grundlage für eine ordentliche, leicht melancholische Rockballade. Heftiger wird’s danach wieder mit Wah-Wah-Soundeinstieg bei „Revolution“. Ein Song, der im harten Stoner Rock Bereich wildert und schwere Riffs, sowie kreischigen Gesang vollzieht. Doch das war's dann auch mit der harten Phase der Platte.

 

Denn von „Peronal Issue No.1“ ab wird mehr dem Blues und Swing gefrönt. Luftiges Gitarrenspiel, fröhliche Vibes und bei „Medicine Man“ mit Oh-Oh-Oh-Chören tief im Bluesrock wandernd, steht auch dieser Sound Heavy Water recht gut. Das angesprochen Saxophon taucht dann bei „Follow This Moment“ auf, dem man richtiges Summerfeeling bescheinigen kann. Etwas träge und langsam kriecht danach „Now I'm Home“ aus den Boxen, ebenfalls mit beschwingten Gitarrenmelodien verziert und durch Seb's rauchigen Gesang in die Blues Ecke verschoben. Auch der Abschlußtrack „Faith“ bleibt in diesem Metier mit bluesiger Gitarre und Orgelspiel.

 

„Red Brick City“ zeigt einiges an Facetten auf, was die Byford's neben Saxon und Naked Six (Seb's erste Band) so drauf haben. Klar, das Namedropping hilft sicherlich in puncto Aufmerksamkeit. Aber jeder Freund des Classic-/Blues- u. Heavy Rocks findet auf diesem Album seine Freude. Biff hält sich in angenehmer Art und Weise gesanglich zurück und überlässt seinem Sohn das Feld. Dessen Stimmt passt, ohne Biff nahetreten zu wollen, auch viel besser zu dieser Musik, die von Biff selbst produziert und von Jacky Lehmann vorzüglich gemastert worden ist. Auch wenn's ein Album mit Projekt-Charakter ist...das kann sich alles hervorragend hören lassen.  



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