GREYBEARD - Oracle

Tracklist:

  • Vision
  • Unspeakable
  • Craven
  • Truth
  • Solitude
  • Eternal
  • Vengeance
  • Heiress of the Night

Info:

VÖ:  01.07.2020

Label: Independent

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10



Aus Kanada schwappt eine interessante Band namens Greybeard rüber. Eine Band, die bisher frei EP's veröffentlicht hat und mit „Oracle“ ihr erstes Vollzeitalbum herausbringt. Dafür hat sich der Vierer gleich für ein Konzeptalbum entschieden, bei dem es um Rache, übernatürliche dunkle Kräfte, welche einen vereinnahmen geht. Ambitioniert, würde ich mal sagen. Doch was für Musik machen Greybeard denn nun ? Grob würde ich den Sound der Kanadier dem Black'n Roll zuschreiben.

 

Zumindest teilweise. Die ersten beiden Songs „Vision“ und „Unspeakable“ starten das Album genau in dieser Art und Weise. Groovige, schwere Riffs treffen auf blackmetallischen, finster tiefen Gesang von Ross Andersen. Gut gespielt wird man gleich ins Rhythmusgeschehen geworfen. Getoppt wird das Ganze von „Craven“, einer Nummer mit einem Monstergroove und unwiderstehlicher Hookline. Ein kleiner Hit tut sich da auf.

 

Doch Greybeard lassen sich nicht ausschließlich auf Black'n Roll reduzieren. Denn im Verlauf nehmen immer mehr Stilmittel Einfluss und lassen das Konzept, bei dem jeder einzelne Song eine Geschichte davon erzählt, spannender ertönen. Neben einem knapp zweiminütigen, melodisch melancholischen Instrumental („Solitude“) sind vor allem die beiden letzten Stücke des Album, gleichzeitig mit jeweils knapp 8 Minuten auch die längsten, die interessantesten von „Oracle“.

 

Hier taucht neben Ross Andersen's barschem Gesang auch Bassistin Amanda Bourdon als Gegenpol im Duett auf. „Vengeance“ klingt dadurch gleich um einiges melodischer und bringt genau wie der Abschluß „Heiress Of The Night“ einen Schuß Epik mit ein. Manches musikalische Zitat erinnert hierbei ein wenig an Insomnium und schiebt den Sound ein wenig in Richtung Black Folk.

 

Greybeard gelingt es auf „Oracle“, nach groovig straightem Start das Album durch variablen Sound spannend zu gestalten. Zwar erleben hier keine neuen Innovationen, aber da die Band aus den kanadischen Rock Mountains spieltechnisch voll auf der Höhe ist, gefallen die Songs durch die Bank und laufen sehr gut rein. Auf jeden Fall sind Greybeard eine Band, die man sich merken sollte. Und Fans von Insomnium, Equilibrium etc. sollten sowieso mal ein Ohr riskieren. Gutes Debut !!



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