FLOTSAM AND JETSAM - Blood In The Water

Tracklist:

  • Blood In The Water
  • Burn The Sky
  • Brace For Impact
  • A Place To Die
  • Walls
  • Cry For The Dead
  • Wicked Hour
  • Too Many Lives
  • Dragon 
  • Reaggression
  • Undone
  • 7 Seconds

Info:

VÖ: 04.06.2021

Label:  AFM Records


Video:

Bewertung:

 

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8,5 / 10



14. Album für die Arizona Legende Flotsam And Jetsam, die vor zwei Jahren mit „The End Of Chaos“ ein superbes Album abgeliefert haben. „Blood In The Water“ heißt das neue Werk und mit Bill Bodily ist ein neuer Bassist an Bord. Zwar sind Flotsam And Jetsam mit den Jahren immer melodischer geworden, dennoch zeugt nach wie vor viel von der Wucht, der Dynamik und der Schnelligkeit der Vergangenheit, als man viele Speed-Thrash Klassiker herausgebracht hat.

 

Natürlich ist auch „Blood In The Water“ anders als die Frühalben „Doomsday For The Deceiver“ und „No Place For Disgrace“ und das neue Album ist nochmal einen Tacken melodischer ausgefallen, aber dennoch hat die Band nichts von ihrer Brilianz verloren. Im Gegenteil. Das neue Album strotzt nur so vor Metal-Hymnen, die einem nicht so schnell mehr aus dem Kopf gehen. So beispielsweise der Opener und Titelsong, der bombastisch und mit schnellen Riffs startet, aber auch tolle Melodien liefert. Der Refrain bestitz Hit-Qualitäten und auch das Gitarrensolo steht völlig für sich. Schuld daran sind zum einen der nach wie vor geniale Powergesang von Erik „AK“ Knutson, der ähnlich einem John Bush anscheinend nie in seiner Performance nachlässt. Mit solch einer Stimme kannst du nur gewinnen und wenn dann noch zwei Axemen der Sonderklasse, Steve Conley und Michael Gilbert, hinzukommen ist der Nährboden bereitet für ausdrucksstärksten Heavy Metal.

 

Drummer Ken Mary eröffnet wuchtig „Burn The Sky“, eine etwas thrashigere Nummer mit aggressiveren Vocals. Auch hier punkten die Flots mit starkem Refrain und traumhaft sicherer Instrumentalarbeit. Nach dem heavy Smasher „Brace For Impact“, bei dem erstmals ein ruhigeres Break Tempo rausnimmt, gibt’s mit „A Place To Die“ zwar schnelles Riffing aber auch einen Refrain zu erleben, den man eher dem Bereich Power Metal zuordnen kann. Der straighten Maiden-Hommage „Walls“ lassen Flotsam And Jetsam mit „Cry For The Dead“ eine Power-Ballade folgen, die zeigt, welch Melodien bei den Amis mittlerweile möglich sind. Keyboards, einfühlsamer Gesang bereiten auf im Verlauf härtere Rhythmen vor, die dem Song eine Richtungsänderung geben. Ein bärenstarkes Gitarrensolo schließt diese immer intensiver werdende Granate ab.

 

Auch die verbleibenden 6 Stücke halten den hohen Standard locker. Etwas modern thrashiger wird’s bei „Wicked Hour“ und „Reaggression“. Schnelle Double Bass Drums begleiten das melodische „Too Many Live“ und bei „Dragon“ probieren's Flotsam And Jetsam gar auch mal mit Oh-Oh-Oh-Chören. Auch die beiden Rausschmeißer „Undone“ und „7 Seconds“ gehen hervorragend ins Ohr und vollenden ein wirklich sehr starkes Speed-Thrash-Powermetal Album, wie man es besser kaum noch spielen kann.

 

Mit dem brillianten Jacob Hansen Sound ist „Blood In The Water“ ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres und nochmal einen Schlag stärker als die ohnehin schon sehr guten, beiden Vorgänger. Flotsam And Jetsam sind einfach nicht kaputt zu kriegen und in Herbst ihres Schaffens reifer denn je. In dieser Form darf die Truppe uns gerne noch einige Zeit erhalten bleiben.  

  



Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Blondy (Sonntag, 27 Juni 2021 08:38)

    Keine Frage,
    sehr starke Scheibe.
    Metal never dies����