FLIGHT OF ICARUS - Cleo

Tracklist:

  • In the Beginning
  • Our Burning Star
  • Fly Away
  • Love Will Lead You Home
  • Stay With Me
  • Departure
  • We All Die Young
  • Cleo
  • The Cleo Story
  • Come Give Me Love (Ted Gärtestad Cover)

Info:

VÖ:  30.04.2021

Label Blindfoldead International


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10



Sie werden schon als die neuen Roxette bezeichnet. Oder als eine Mischung aus denen und Bands wie Nightwish. Die Rede ist von dem schwedischen Duo Flight Of Icarus. Und ja, man hat sich nach dem Song von Iron Maiden benannt, ohne musikalisch in diese Richtung zu tendieren. Eher ist man im melodischen ArtPop/Folk Metal unterwegs und hat mit „Cleo“ nun das Debut Album herausgebracht.

 

Dabei dreht es sich um eine Fantasy Geschichte rund um ein Mädchen dieses Namens. Hauptakteure bei Flight Of Icarus sind die charakteristische Sängerin Elisabeth Särnefält und Saiteninstrumentalist und Keyboarder Oskar Frantzen. Erstere besitzt eine wirklich schöne, teils folkige Stimme und hebt sich angenehm von den vielen Trällerelsen im Geschäft ab. Oskar dagegen wirkt wie ein Gegenpol und hat neben vielen wunderbaren Gitarrenmelodien auch dynamische Riffs und Rhythmen parat, welche die Songs schon ein wenig in die Metal-Richtung schieben.

 

Es beginnt...ja...mit „In The Beginning“ rein instrumental, etwas symphonisch und mit Keyboard/Drums und Gitarrenpassage. Das folgende „Our Burning Star“ zeigt recht gut, daß Oskar's Gitarrenriffs und Rhythmen den Metalanteil immer wieder hochschrauben. Nach schöner Keyboardmelodie mit geshredderten Gitarren und harten Rhythmen geht’s in die Kategorie melodischer Smasher. Wenn's mal im Refrain poppiger wird wie bei „Fly Away“ oder dem straighten Pop-Rocker „Cleo“ können tatsächlich auch mal Roxette als Vergleich herhalten.

 

Man hat aber nie das Gefühl, daß die Songs zu seicht oder anmutig daherkommen. Natürlich gibt’s aber auch mit „Departure“ eine Ballade mit Piano, die dennoch wunderbar ins Bild passt und mit tollem Gitarrensolo hausiert. Der Titelsong „Cleo“ wird von einem Geschichtenerzähler 6 Minuten lang eingeleitet („The Cleo Story“). Dies könnte dem ein oder anderen vielleicht zu aufgesetzt fantasy-lastig wirken, macht sich aber keinesfalls im Gesamtbild zu negativ bemerkbar.

 

Als Abschlußsong bieten Flight Of Icarus eine Coverversion von Ted Gärdestad's „Come Give Me Love“ an. Eine schöne Gitarrenelegie eröffnet, der balladesk folkige Gesang von Elisabeth verzaubert. Verspielte Klänge treffen auf wuchtige Drums (Robert Isojärvi) und der Song wird im Verlauf immer intensiver. Ein faszinierender Track.

 

Flight Of Icarus haben mit „Cleo“ ein wunderschönes Album erschaffen, das den Reiz in gehaltvollen Melodien, dem bravorösen Gesang und dem variablen Gitarrenspiel von Oskaz Frantzen besitzt. Die Geschichte bleibt dabei eher nebensächlich, trotz der gesprochenen Einleitung. Viel mehr weiß die Mischung aus Roxette ArtPop und folkigen Metalpassagen zu begeistern. Davon dürfen wir gerne bald noch mehr erfahren.  



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