FIVE WAYS TO NOWHERE - Bite Hard

Tracklist:

  • Love To Hate
  • Obsessed (2020 Version)
  • Over The Line
  • Roll The Dice
  • Mr. Grey
  • Twisted
  • Vodka Queen (2020 Version)
  • Slowmotional
  • Wildstyle (2020 Version)

Info:

VÖ: 15.05.2020

Label: SoE Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  8 / 10



Gegründet wurden Five Ways to Nowhere im Jahr 2015 in Turin. Seitdem spielten die Italiener diverse Konzerte, auch außerhalb ihres Heimatlandes. Als Einflüsse werden Halestorm, Guano Apes oder Papa Roach genannt. Damit dürfte klar sein, dass der Sound eine Mischung aus Hard Rock und Metal ist, mit lauten Gitarren, aggressiven Riffs, rauer Gesangsstimme, aber auch eingängigen Melodien. Nach fünf Jahren Arbeit liegt nun das Debüt-Album vor. Neun Songs, von denen drei offensichtlich für das Album neu arrangiert wurden.

 

Und die Italiener mach von Begin an keine Gefangenen. Gnadenlos rocken sie schon bei “Love To Hate”. Melodischer Alternative Metal mit kratzig klingendem Frauengesang. Sängerin Charlotte Esse hat richtig Eier in der Hose. Damit unterscheidet sie sich wohltuend von vielen ihrer Kolleginnen. Aber auch ihre Mitstreiter wissen zu gefallen. Riesig die Gitarrensoli, und das bei nur 3:22 min Spielzeit. “Obsessed” ist der erste neu arrangierte Song. Und dieser klingt noch rotziger als der Opener. Die technische Verfremdung der Gesangsstimme sorgt für eine leicht Industrial-Schlagseite. Das Schlagzeug geht hier mit hoher Schlagzahl voran.

 

Dies setzt sich dann auch bei Songs wie “Over The Line” oder auch “Roll The Dice” fort. Bei letzterem kommt offensichtlich auch ein Wah-Wah-Pedal zum Einsatz. Der Gesang bei “Vodka Queen” macht dem Song-Titel durchaus Ehre. Es klingt, als hätte die Sängerin kurz zuvor ihre Stimme mit dieser edlen Spirituose geölt, Da kommt richtige Pub-Atmosphäre auf. Den Höhepunkt bildet hier erneut ein kurzes aber knackiges Gitarrensolo. Dahingegen bietet “Slowmotional” wieder einige Industrial Einflüsse, gepaart mit Alternative Rock. Den Abschluss bildet ein echter Hard Rocker. Auch hier kann man im Sound den Songtitel “Wildstyle ” wiederfinden. Der Refrain ist dann sehr eingängig. Live singen die Fans hier ganz sicher mit.

 

Neun Songs in dreißigeinhalb Minuten? Ja, keiner der Songs ist länger als vier Minuten. Das sind eigentlich Airplay-Qualtäten. Doch dank des Alternative Sounds gibt es sicherlich nicht viele Radiostationen, die dieses Album spielen werden. Aber das ist sicherlich auch nicht beabsichtigt. Five Ways to Nowhere treten mit “Bite Hard” in die Fußstapfen ihrer Vorbilder wie Halestorm oder Guano Apes. Und das machen sie sehr gut. Wer also die genannten Bands mag, sollte sich unbedingt das Debüt der Italiener anhören.



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