FALLEN ARISE - Enigma

Tracklist:

  • In Adentu Deorum
  • Enigma
  • Reborn
  • Forsaken
  • Embers
  • Without Disguise
  • Released
  • Forever Winter
  • Horizon
  • The Storm Inside

Info:

VÖ: 17.04.2020

Label:  ROAR - Rock of Angels


Video:

Bewertung:

Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  8/ 10



Fallen Arise wurden im Jahr 2009 in Athen (Griechenland) gegründet. 2011 erschien die erste EP “Eternal”. Zwei Jahre später folgte das Debüt-Album “Ethereal”. Diesen Zweijahres-Rhythmus hielten die Griechen dann auch noch beim Nachfolger, dem Konzeptalbum “Adeline”, ein. Obwohl sich danach das Besetzungs-Karussell drehte, ging die Band mit ihrem Album auf Tour. Ich konnte Fallen Arise zweimal live erleben, in Hamburg und beim Voices of the Succubi Festival auf Malta. Beide Male bereits mit der aktuellen Sängerin Fiona Creaby (Apparition). 2017 konnte ich die Sängerin gemeinsam mit Bandgründer Gus interviewen. Seit Adeline sind fünf Jahre vergangen.

 

Nun erschien mit “Enigma” der langerwartete Nachfolger. Mit diesem Album schlagen Fallen Arise neue musikalische Wege ein. Der Sound sollte modern klingen. Aber die Symphonic Metal Wurzeln sollten immer noch hörbar sein. Genre-typisch startet das Album mit einem orchestralen Intro (“In Adentu Deorum”). Ich frage mich da immer, braucht es das? Vor allem wo später der symphonische Anteil im Vergleich zum Vorgänger etwas zurückgefahren wird. Bei Enigma kann man dann eine deutliche Pop-Schlagseite hören. Dazu passt Fionas Stimme hervorragend. Die Growls von Vlassis bringen dann einen härteren Kontrast in den Song. Etwas härter klingt im Anschluss “Reborn”. Aber auch hier dominieren schöne Melodien und Refrains zum Mitsingen. Allgegenwärtig ist das Wechselspiel zwischen klarem Sopran und Growls. Männliche Clear Vocals? Fehlanzeige!

 

Abwechslung liefert dann die wunderschöne Power-Ballade “Forsaken”. Hier gefällt mir vor allem der Wechsel zwischen Piano-Passagen und den harten melodischen Riffs. Bei “Embers” rockt die Band wieder munter vor sich hin. Neben den Growls sorgt vor allem das druckvolle Schlagzeug für eine Steigerung des Härtegrades. “Released” beginnt mit einem Piano-Intro, bevor erneut Pop-Einflüsse zu hören sind. Mit “Forever Winter” kann man sogar eine Metal Hymne hören. Es wird noch einmal alles aufgefahren, was Symphonic Metal ausmacht. Großartige Melodien, orchestrale Epik, elfenhafter Gesang. Die zweite Ballade “Horizon” wird mit Meeresrauschen eingeleitet. Später übernehmen akustischen Gitarren und dezente Streicher, die die betörende Stimme von Fiona begleiten. Hier kann man wohl die beste gesangliche Leistung hören. Neben “Forever Winter” ist das für mich der Höhepunkt des Albums. Mit dem Rock-Kracher “The Storm Inside” endet das Album dann.

 

Auf dem Aktienmarkt würde man das als eine Seitwärts-Entwicklung bezeichnen. Album Nummer drei ist nicht schlecht. Aber es bringt die Band aus meiner Sicht nicht voran. Ursache könnten die vielen Änderungen im Lineup sein. Lediglich Bandgründer Gus ist noch an Bord, der Rest wurde seit “Adeline” ausgetauscht, zum Teil mehrfach. Die Band wird sich in den nächsten Jahren wohl erst einmal neu finden müssen. Sicherlich, das Album wurde von sehr guten Musikern eingespielt und fett produziert. Trotzdem gibt es noch viel Luft nach oben.




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