CHASING GHOSTS - Bring Me Suffering (EP)

Tracklist:

  • Until The End
  • A Darker Place
  • Bring Me Suffering

Info:

VÖ:  12.06.2020

Label: Eigenrelease


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10



Zwei Jahre nach dem Debut Album „These Hollow Gods“ schieben die britischen Düster-Rocker Chasing Ghosts nun erst einmal eine 3-Track-EP nach. Eigentlich handelt es sich dabei nur um eine Single der Nummer „Bring Me Suffering“. Da man aber noch zwei weitere Songs draufgepackt hat, sprechen wir hier eben von der „Bring Me Suffering“-EP.

 

Jetzt bin ich allerdings überfragt, ob Nelson Cancini, der das Debut eingesungen hat, auch auf der EP das Mikro schwingt, da er auf der Band FB-Seite zumindest nicht mehr aufgeführt wird. Zumindest ähnlich klingt der Gesang trotzdem und im Gegensatz zum letzten Album, werden die drei Tracks im Duett mit einer weiblichen Stimme performt. Hierbei handelt es sich allem Anschein nach um Meghan Pettitt (ex-The Eden House), falls die jemand kennt.

 

Auch musikalisch legen Chasing Ghost auf der EP mehr Wert auf traurige, elegische Melodien, die zwar auch Quintessenz des Debuts waren, aber mit viel mehr Gitarrensound und metal-lastigeren Rhythmen aufwarteten. Hier herrscht weitestgehend Streicher-Klang, Piano und Keyboards, zusammen mit dem Gesangsduett männlich/weiblich.

 

Der Titelsong „Bring Me Suffering“ besitzt einen wunderschönen Refrain, der allerdings auch ausufernd beackert wird. Manches ähnelt von der Art her an Bands wie Theatre Of Tragedy oder wenn der männliche Gesang überwiegt auch mal  Nick Cave. Gothic Elemente treffen auf dunkle Wärme, die vor Melancholie nur so strotzt.

 

Auch die zwei weiteren Songs „A Darker Place“ und „Until The End“ schlagen einen gleichen Ton an und man kann die Musik dieser EP kurz und knapp auf ein Wort reduzieren: Schön. Dennoch fehlt die peppige Würze der Songs des Debut Albums.

 

Was Chasing Ghosts mit dieser EP, die doch sehr gediegen ausgefallen ist, sagen wollen, ist mir unklar. Aber wenn wir uns vor Augen halten, daß es ja im Prinzip nur eine Single sein sollte, dann...ja, ist es einleuchtender. Wahnsinnig aufregend verkürzt man das Warten auf ein neues Album mit dieser EP nicht, gefällig ist es aber allemal. Hört's euch mal an.  



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