BYFIST - In The End

Tracklist:

  • Universal Metal
  • In The End
  • Unconscious Suicide
  • Guaranteed Death
  • With This Needle I Thee Wed
  • Ship Of Illusion
  • Epitaph
  • Scattered Wits

Info:

VÖ:  25.09.2020

Label: Pure Steel Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8,5 / 10



„Am Ende wird alles gut“....So, oder so ähnlich könnte man den Albumtitel „In The End“ für die Texaner Byfist umformulieren. Denn, die Amis sind bereits seit Mitte der 80er Jahre aktiv, haben es aber außer einem Demo, ein paar Singles und einer EP lediglich zu einer Compilation der Vergangenheit gebracht. Ein vollständiges Album gab es soweit nicht. Bis jetzt, denn mit besagtem „In The End“ gibt’s nun das Debut.

 

Von der Anfangszeit ist nur Gitarrist Nacho Vara übrig. Der Rest hat sich erst ab Mitte der 00er Jahre eingefunden. Macht aber nix, denn Byfist klingen dermaßen nach 80er US Metal, daß es eine wahre Freude ist. Mit Raul Garcia hat man dabei einen Sänger in den Reihen, der äußerst stark durch die Gegend shoutet, daß man dabei ein um's andere Mal die alten Metal Church in Verbindung bringt, oder aber auch Genre-Könner wie George Call oder James Rivera. Teilweise erreicht er in seinen Screams derartig beachtliche Höhen, daß auch ein Midnight (Crimson Glory) applaudieren würde, wenn der denn noch lebte.

 

Dabei beginnt das Album erst einmal ernüchternd. Denn mit „Universal Metal“ legt man mit einem auf Hymne konstruierten Song los, der irgendwie nicht die Klasse des restlichen Albums erreicht. Somit sollte man sich bitte nicht von dieser Nummer irritieren lassen. Denn bereits mit „In The End“ geht’s richtig los. Es wird gerifft was das Zeug hält und Gitarrist Ernie B lässt die Saiten sägen und heulen, daß selbst Judas Priest verblüfft sein dürften. Klasse Gitarrenarbeit durch die Bank.

 

Auch „Unconscious Suicide“ und „Guaranteed Death“ machen so weiter und begeistern mit wahrem Heavy Metal, der immer wieder an Metal Church, Fifth Angel oder manchmal Crimson Glory erinnert. Mit „Ship Of Illusion“ hauen Byfist dann einen reinrassigen Epiker raus, der ähnlich Dio ganz groß in Dramatik/Melodik brilliert. Dort wird auch die gute klare Singstimme von Raul Garcia überdeutlich.

 

Das etwas damönische, geisterhafte Auftreten des Gesangs bei „Epitaph“ lässt sogar Assoziationen zu King Diamond zu. Erstaunlich, wie gut doch auch der Sound der Dänen damals zum US Metal gepasst hat. „Scattered Wits“ haut zum Schluß dann nochmal voll ins riffbetonte Heavy Metal Mett.

 

„In The End“ ist ein Album, daß so in den 80ern sicherlich für Aufsehen gesorgt hätte. Für das Jahr 2020 klingt der Sound vielleicht ein wenig zu sehr klirrend und der wuchtige Punch fehlt hier und da. Dennoch sind die Songs wirklich klasse und werden keinen True Metal Fan unberührt lassen. Ausnahmesänger, fantastische Gitarrenarbeit....was will man mehr wenn man auf Bands wie Metal Church etc. steht. Byfist sind spät dran, können mit „In The End“ aber durchaus verlorenen Boden gutmachen.   



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