BETRAYAL - Disorder Remains

 

Tracklist:

 

  • Ignite
  • Rise
  • War
  • Ghost of Mind
  • The Manifest
  • Lost Promises
  • Disorder Remains
  • Chaos Reigns
  • Devouring Nothingness
  • Dooming Diversions
  • Insanity
  • Greed & Oblivion

Info:

VÖ:  16.04.2021

Label:  Rising Nemesis Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung8,5 / 10



Nach dem 2016er Brecher „Infinite Circles“ hat es fünf Jahre gedauert, bis das Aschaffenburger Death Metal Kommando Betrayal mit „Disorder Remains“ einen Nachfolger an die Seite stellt. Aber...das Warten hat sich definitiv gelohnt. Denn was die Jungs an neuen Songs zurechtgezimmert haben, beweist absolut internationale Klasse. Das liegt nicht zuletzt auch am 2019 hinzugekommenen Gitarristen Bastian Kraus, der zusammen mit Sänger/Gitarrist Alex Burkl für fantastische Riffgewalt sorgt.

 

Ein Trademark von Betrayal ist sicherlich der Gesang, welcher abwechselnd giftige, aber meist verständliche Scream-Vocals und derbes, tiefes Gegrowle bietet. Hinzu kommt nun feinste technische Instrumentalarbeit, die einen Wahnsinns-Sound hinlegt. Angetrieben von Drummer Manuel Caccamese, der einerseits mit donnernder Wucht ballert, andererseits schnelle Blasts mit Nähmaschinen-Präzision tackert, gehören Songs wie der majestätische Opener „Rise“, das gnadenlos hämmernde „The Manifest“ und der famose Abriss „Disorder Remains“ zur absoluten Death Metal Feinkost, die sich durch alle Song zieht.

 

Das Album wird eingerahmt durch ein düster bedrohliches Intro und dem gleichen Thema als Outro am Ende des Rausschmeißers „Greed and Oblivion“. Dazwischen, wie gesagt, legen Betrayal ihre ganze Energie in Riffs, Grooves und auch mal schleppendere Parts, die dem Sound von „Disorder Remains“ noch ein paar Pfunde mehr draufpacken. Der Band wird das Label Modern Death Metal verpasst...nun ja, natürlich ist der Sound des Albums absolut up to date. Aber mit allzu modernen Stilen, die gerade viele amerikanische Death(Core) Bands bevorzugen, haben Betrayal nichts zu tun . Eher kann man da schon den Vergleichen des Promoblatts mit Bands wie Misery Index, Revocation, Death oder aufgrund mancher schwarzmetallischer Nuancen mit Behemoth zustimmen.

 

Auf jeden Fall ist das Album von vorne bis hinten ein volles Brett, das seine Wurzeln im klassichen (technischen) Death Metal hat, aber auch Querverweise zum Thrash- u. Blackmetal beinhaltet. Auch die ein oder andere Melodie findet Gefallen wie beispielsweise bei den etwas gemäßigteren „Ghost Of Mind“ und „Lost Promises“. Auch ein kurzes Akustik-Gitarren Intermezzo („Chaos Reigns“) gibt es zu erleben.

 

Betrayal sind in ihrer Art zwar kompromisslos, aber mit Weltklasse Sound und feinster Technik absolute Death Metal Oberklasse. Und das sage ich nicht nur, weil hier etwaiger Lokalkolorit mitspielt. Wir können stolz sein, eine Band mit dieser Qualität vor Ort zu haben. „Disorder Remains“ muß eigentlich durch die Death Metal – Decke gehen, wenn es nur annähernd mit rechten Dingen zugeht in der Musikwelt. Ganz stark !!



Kommentar schreiben

Kommentare: 0