STARMEN - Kiss The Sky

Tracklist:

  • The Stealer
  • Dangerous
  • All Along The Watchtower
  • Gravity
  • A Mystery Thrill
  • Kiss The Sky
  • Bad Tatoo
  • Black Sign
  • One Love
  • A Magical Ride

Info:

VÖ:  24.07.2020

Label:  Melodic Passion Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8/ 10



Wer sich beim Albumcover von „Kiss the Sky“ der Schweden Starmen an beispielsweise „Dynasty“ oder „Crazy Nights“ von Kiss erinnert fühlt, liegt so falsch nicht. Denn auch der Nachfolger des erst vor einem halben Jahr (!) erschienenen Debuts „Welcome to my World“ wurde nicht unerheblich von Paul Stanley, Gene Simmons und Co. beeinflusst. Auch die Bandmitglieder nennen sich nach wie vor Starmen Purple, Silver, Red und Gold und bleiben somit ihrer geheimnisvollen Aura treu.

 

Ist aber „Kiss the Sky“ jetzt ein Schnellschuß, da man so schnell dem Debut ein Follow Up nachschiebt ? Mitnichten. Starmen haben ihren Hard Rock noch mehr verfeinert, mehr Einflüsse geltend gemacht und auch in puncto Songwriting stark zugelegt. Dabei geht die Ausrichtung immer mehr weg von den Großtaten von Kiss und vereint die Stärken vieler Hard Rock Legenden zu einem eigenen Sound.

 

Der Opener „The Stealer“ hat dabei noch am ehesten Querverweise zu Kiss. Flottes Hard Rock Riff in Ace Frehley Manier aber mit einer rauheren Rockstimme enthält die Nummer viel 70er Vibes. Doch „Dangerous“ offenbart bereits nach bluesigem Beginn einen etwaigen Def Leppard Style und schiebt den Song nach und nach in die Glam Rock Ecke. Daß den Schweden die Glanzzeit von Whitesnake nicht fremd ist, zeigt das Cover „All Along The Watchtower“. Balladesker Start mit Coverdale Schmelz in der Stimme wird das Stück alsbald flotter mit Orgelbegleitung und Wah Wah Gitarrenthema. Ein Leckerbissen für jeden Hardrock Fan.

 

Coverdale und Whitesnake blitzen auch noch bei anderen Songs durch. Beispielsweise beim funkigen „Black Sign“. Oder auch im abschließenden Slow Rocker „A Magical Ride“. Desweiterem bieten Starmen melodischen Hard Rock mit Joe Elliott Vocals bei „One Love“. Oder auch mal Y&T bzw. Mötley Crüe Verdächtiges bei „Bad Tatoo“. Der Titelsong ist dann eine beinahe Mischung aus funkigen Aerosmith Rhythmen und Whitesnake's „Still of the Night“. Sehr interessant.

 

„A Mystery Thrill“ liefert das außergewöhnlichste Stück. Akustik Gitarre suggeriert fernöstliche Klänge, der Gesang wird teilweise verzerrt. Ein grooviger Slow Rocker mit diversen Deep Purple Querverweisen. Stark interpretiert.

 

Starmen legen mit „Kiss the Sky“ im Vergleich zum Debut zu, legen die Kiss-Brille mehr oder weniger ab und wirken trotz vieler Ähnlichkeiten zu Bands wie Whitesnake, Def Leppard oder Aerosmith eigenständig und das Können der Musiker blitzt jederzeit auf. Ein Album, das absolut Spaß macht, tollen Hard Rock mal old schoolig, mal moderner gespielt präsentiert und mit Sicherheit immer wieder gerne aufgelegt werden wird. Für alle Hard Rocker aber natürlich nach wie vor auch alle Kiss Fans eine absolute Empfehlung.  



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