SPELL - Opulent Decay

Tracklist:

  • Psychic Death
  • Opulent Decay
  • Sibyl Vane
  • Primrose Path
  • The Iron Wind
  • Dawn Wanderer
  • Deceiver
  • Ataraxia
  • Imprisoned By Shadows
  • Saturns Riddle

Info:

VÖ:  10.04.2020

Label:  Bad Omen Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10



„Opulent Decay“ ist das dritte Album der Kanadier Spell. Heavy Metal, Hard Rock, Prog Rock...so die Umschreibung des Labels. Da kommen doch sofort Erinnerungen an Rush auf. Und ja, den ein oder anderen Moment der zehn Songs könnte man auch durchaus Rush zuordnen. Aber Spell verknüpfen die Stile so geschickt miteinander, daß jeder einzelne Song irgendwie was Besonderes aufweist.

 

Sei es einen super Refrain wie beim Opener „Psychic Death“ oder die tolle Gitarrenmelodie bei Titeltrack „Opulent Decay“. Spell lassen mal ein wenig amerikanischen Old School Hard Rock der Marke Blue Öyster Cult einfliessen, mal rifft man sich in bester Judas Priest Manier in NWOBHM Breiten. Und eben die Harmonien, die sei's durch Breaks oder straighte Akkordfolgen erscheinen, bringen dieses Rush Gefühl der Frühzeit.

 

Nicht unschuldig daran ist Bassist und Sänger Cam Mesmer, der mit seiner feinen und hohen Stimme das ein oder andere Mal an Geddy Lee oder Rik Emmett erinnert. Immer ein wenig mit Hall unterlegt, ein ganz ausgezeichnetes Stimmorgan der Junge. Drummer Al Lester unterstützt in hierbei, wenn es in die mehrstimmigen Passagen und Refrains geht. Sehr stimmig das Ganze.

 

Auch von „Sibyl Vane“ bis „Saturns Riddle“ lassen Spell nicht wirklich nach und erfreuen mit starken Gitarren-Leads von Graham McVie, der auch verzeinzelte Keyboard-/Synhties beisteuert, die im Background der Song-Verzierung dienen.

 

In Verbindung mit dem superben Artwork umrahmt Spell so ein wenig ein mystischer Charakter, der sich aber nicht, wie anfangs vermutet, in Doom äußert sondern in griffigem Songwriting zwischen Hard Rock und Heavy Metal. Der Sound ist astrein, behält sich ein gewisses 80er Feeling vor, klingt dennoch keinesfalls altbacken.

Spell sind eine wirklich erfreuliche Erscheinung am Rock Himmel, da sie nicht auf Teufel komm raus an irgendeinen erfolgreichen Sound anknüpfen wollen, sondern ihre lyrischen Ideen genau auf die Weise präsentieren, wie es ihnen selbst am besten gefällt. Und diese Unbekümmertheit, die trotzdem viel Klasse mit sich bringt, ist es, die bei solcher Musik eben am meisten funktioniert.

 

„Opulent Decay“ ist ein tolles Album für die klassischen Hard Rock und Heavy Fans, nicht allzu hart, aber auch nicht zu seicht ausgefallen. Einfach sehr gute Musik.  

 



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