SERIOUS BLACK - Mirrorworld

Tracklist:

  • Breaking The Surface
  • As Long As I'm Alive
  • Castor Skies
  • Heartbroken Soul
  • Dying Hearts
  • You're Not Alone
  • Mirrorworld
  • State Of My Despair
  • The Unborn Never Die

Info:

 

VÖ:  09.09.2016

Label:  AFM Records


Bewertung:

Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  8 / 10



Seit Anfang 2015 gibt es diese Allstar-Truppe. Die Bandmitglieder spielen bzw. spielten in diversen namhaften Bands, wie Firewind, Edenbridge, Rhapsody of Fire oder auch Visions of Atlantis. Die Musiker haben sich dem Melodic Power Metal verschrieben. Im Gründungsjahr erschien dann auch das Album-Debüt “As Daylight Breaks”. Zum Beweis, dass Serious Black mehr sind als nur ein Studioprojekt tourten Sie u.a. mit Hammerfall und Kamelot. Bei ihren Zwischenstopps in Hamburg konnte ich mich auch von den Live-Qualitäten überzeugen. Nun steht das Zweitwerk MIRRORWORLD in den Startlöchern. Im September geht die Band auf eine mehrwöchige Headliner Tour, die auch in Hamburg Station machen wird. Nach dem fast zweiminütigem, durchaus verzichtbarem Intro “Breaking The Surface” geht es dann bei “As Long As I’m Alive” so richtig zur Sache. Zunächst vom Orchester unterlegt knallen die Gitarren aus den Kopfhörern. Sänger Urban Breed stellt seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis. Das obligatorische und hervorragende Gitarrensolo darf natürlich nicht fehlen. Bei “Castor Skies” sorgt der massive Double Bass Einsatz für Härte und Geschwindigkeit. Beeindruckend sind auch die doppelläufigen Gitarren-Parts. “Heartbroken Soul” ist dann etwas ruhiger und auch rhythmischer. Ein Song mit Hit-Qualitäten.

 

“Dying Hearts” ist ein Rocksong der zum Headbangen animiert und mit eingängigen Gitarrenmelodien, sehr schönem cleanen Gesang und der leicht poppigen Schlagseite ebenfalls Airplay-tauglich ist. Dafür rockt dann “You’re Not Alone” wieder richtig los. Der eingängige Refrain animiert zum Mitsingen. Die Gitarristen treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Im Titelsong “Mirrorworld” sind ein eingängiger Refrain und tolle Gitarrenmelodien zu hören, und gegen Ende ein filigran gespieltes Gitarrensolo. “State Of My Despair” startet mit Keyboard- und Synthie-

Klängen, bevor die Band auch hier richtig los rockt, schnelle fast schon hektisch klingende Gitarren, die später durch etwas ruhigeren, von Schlagzeug und Riffs unterlegtem Gesang, abgelöst wird. Trotz vorantreibendem Drumming äußerst melodisch. Auch der Schlusssong “The Unborn Never Die” ist sehr melodisch. Wunderschöne Gitarren-Hooks und schnelles Riffing wechseln sich ab.

 

Mit MIRRORWORLD haben Serious Black den melodischen Power Metal sicherlich nicht neu erfunden. Herausgekommen ist jedoch ein Album, dass etwas über eine halbe Stunde Spaß und gute Stimmung verbreitet. Sechs herausragende Musiker zeigen ihr Können, ohne jedoch in Effekthascherei oder ausufernde Selbstdarstellung zu verfallen. Das Album wirkt wie aus einem Guss und ist druckvoll produziert. Einziger Kritikpunkt ist wohl die Kürze von “nur” 36 Minuten der Standard-Version, bei dem allein das Intro schon zwei Minuten dauert. Wer mehr will, greift zum Digipak mit sieben Bonus-Tracks.



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