SANDSTORM - Time To Strike

Tracklist:

  • Death Is Near
  • Whips And Chains
  • Witchman, Sorcerer Of Satan
  • Denizen Of Hell
  • Hymn To The Hell Knights
  • Lucia, Warrior Of Light 

Info:

 

VÖ: 24.04.2020

Label:  Dying Victims Productions


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10



Sie klingen, wie den frühen 80er Jahren entsprungen, haben sich aber erst 2017 gegründet. Das Trio aus Vancouver namens Sandstorm. Deutlich inspiriert von dieser Blütezeit des Heavy Metal aber auch vom schwedischen Underground, legen die Kanadier jetzt ihr Debut Album „Time To Strike“ vor.

 

Wie bei einem Trio üblich, übernimmt der Sänger noch ein weiteres Instrument. Bei Sandstorm sind es gleich deren zwei. Hauptamtlich singt Reptile Anderson neben dem Bassspiel, dazu noch Stevie „Broke“ Whiteless, der neben der Gitarre noch diverse Gesangsparts übernimmt. Komplettiert wird das Trion von Drummer PJ „The Butcher“ LaGriffe. So kommt es, daß „Time To Strike“ dann auch ein komplett old schooliges Album geworden ist, daß durchaus so auch in den 80ern hätte erscheinen können. Neben den eingängigen Riffs und Rhythmen, die einem meist irgendwoher bekannt vorkommen, ist es auch eine gewisse Metal Epik a'la Dio die sich in den 6 Songs des Albums wiederfindet.

 

Beim Opener „Death Is Near“ werden gleich Heroen in Form früher Maiden oder Priest zitiert, leider wird hier der Gesang partiell komplett verhauen und klingt in einem Teil des Refrains völlig neben der Spur. An sich ist der Gesang aber recht angenehm und passt auch zur Musikrichtung. Lediglich in höheren Lagen hört sich das Ganze zu sehr nach Kopfstimme an. „Witchman, Sorcerer Of Satan“ ist eine richtig gute Nummer, die sich im Refrain sofort einprägt und vom Spannungsbogen bis zur Intensität alles richtig macht. Fast kommt mir hier auch mal Warlord in den Sinn. Aber auch viel frühe Saxon liegt in den Kompositionen von Sandstorm.

 

Wie inspiriert das Trio zu Werke geht zeigt sich in einem Song, bei dem man Deep Purple's „Smoke On The Water“-Riff zu eigenen Gunsten umwandelt und erweitert. Nicht schlecht, erinnert halt aber an die Größen der Szene. Dennoch sind Songs wie „Whips And Chains“, „Hymn To The Hell Knights“ oder „Lucia, Warrior Of Light“ fern von purem Abklatsch, entfalten ihre eigene musikalische Struktur. Die Song bleiben immer bodenständig, ohne beispielsweise übertriebenen Bombast oder zu viel Pathos. Wie gesagt, eine gewisse Epik haftet der Band aber an.

 

Für Leute, denen es nicht genug nach 80er Jahre müffeln kann, sind Sandstorm sicherlich eine Alternative. Schlecht sind die Jungs nicht. Überaus großartige herausragende Songs finden sich auf „Time To Strike“ allerdings auch nicht. Qualitativ guter old school Heavy Metal mit reichlich NWOBHM-Schlagseite, dem man eigentlich nicht viel ankreiden kann. Außer bei ein, zwei Songs die neben der Spur liegenden Gesangslinien. Hat aber definitiv Charme.  



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