S.O.R.M. - Hellraiser (EP)

Tracklist:

  • Gypsy Queen
  • Brick by Brick
  • Hellraiser
  • House of the Rising Sun (Cover)

Info:

VÖ:  04.12.2020

Label:  Noble Demon


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8  / 10



Aus Schweden erreicht und die EP „Hellraiser“ der Band S.O.R.M. Eine erste Veröffentlichung also, aber halt...die Scheibe kam eigentlich schon 2018 raus, wurde aber jetzt re-released und zudem neu aufgenommen, um es nun endlich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Also dann, wir sind bereit.

 

Und „Hellraiser“ überrascht mit vier Songs, die sehr heavy aus den Boxen schallen und qualitativ Hochwertiges liefern. S.O.R.M. sind zwar nur als Trio unterwegs, dennoch kann sich Power und Dynamik ihrer Musik absolut hören lassen. Die Doppel-Belastung von Sänger Micke Holm, der gleichzeitig Gitarrist der Band ist, merkt man zumindest studiotechnisch „Hellraiser“ nicht an. Interessant wird es sein, wie die Jungs diese Power zu dritt auf den Bühnen der Welt rüberbringen.

 

Der erste Song „Gypsy Queen“ startet mit recht einfachem Riff, sofort fällt aber die rauhe, imposante Stimme von Micke Holm auf, der bei diesem Song fast wie eine rauhere Variante von Rob Halford klingt. Im Hintergrund ist leichte Orgelbegleitung zu hören, obwohl wir im LineUp keinen Tastenmann finden. Auf jeden Fall ist die Nummer ein beeindruckendes Stück Heavy Rock mit klasse Gitarrensolo.

 

Etwas langsamer beginnt „Brick by Brick“. Auch hier gibt’s Tasten in Form von Keyboards im Back zu hören. Zusammen mit wuchtigen Riffs und wieder bärenstarkem Gesang überzeugt auch dieser Song absolut. Und was soll ich sagen....auch beim Titelsong „Hellraiser“ ist neben melodischen Riffs die Orgelbegleitung präsent. Vielleicht sollte die Band mal überlegen, nicht doch einen festen Klimperer zu integrieren. Es scheint ja fester Bestandteil des Sounds von S.O.R.M. zu sein. Ein wenig erinnert Musik und vor allem der Gesang an W.A.S.P. Sehr flottes Riffing wird von groovenden Rhythmen der beiden Taktgeber Robin Wernebratt (drums) und Johan Östman (bass) begleitet, ein Oh-Oh-Oh-Chor lässt gar Hymnencharakter aufleben. Sehr geiler Track.

 

Zum Schluß haben sich die Schweden noch an eine Coverversion von „House Of The Rising Sun“ gewagt, bei der die Animals allerdings wohl verdutzt dreinschauen würden. Denn S.O.R.M. haben daraus eine schwere, doomige und beinahe völlig eigenständige Version gemacht, bei der man nur am Refrain das Original gelegentlich erkennt. Ein fast 9-minütiges Statement, was man als Metalband aus solch einem Klassiker machen kann, ohne einfach nur nachzuspielen. Die sehr starke Gitarrenpassage mittendrin ist dafür schon Beweis genug.

 

S.O.R.M. lassen mit „Hellraiser“ definitiv aufhorchen. Gute Musiker, starker Gesang und klasse Songs wissen durch die Bank zu gefallen und dröhnen äußerst heavy durchs Land. Von diesem Trio kann man in dieser Form noch Einiges erwarten.  

 



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