OZ - Forced Commandments

Tracklist:

  • Goin' Down
  • Prison Of Time
  • Switchblade Alley
  • Revival
  • The Ritual
  • Spiders
  • Long And Lonely Road
  • Liar
  • Diving Into The Darkness (Bonus)
  • Break Out (Bonus)
  • Kingdom Of War (Bonus)

Info:

VÖ:  22.05.2020

Label:  Massacre Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10



Die Band Oz sind ursprünglich Finnen. Auch wenn man meinen könnte, es wäre eine schwedische Band, da sie bereits in den frühen 80er Jahren nach Stockholm übergesiedelt sind. Oz, das ist eine Band, die in der Blütezeit der NWOBHM ihre (eventuell) bekannten Alben herausbrachte. „Fire in the Brain“, „III Warning“ und das 86er Album „...Decibel Storm“ könnte der ein oder andere schon noch kennen, der in der damaligen Zeit unterwegs war. Nach 1991 mit dem Album „Roll The Dice“ war dann Schluß und erst 2011 erschien die Band wieder auf der Bildfläche mit dem Comeback-Album „Burning Leather“.

 

Zu diesem Zeitpunkt noch mit einigen Original-Mitgliedern aufwartend, ist heute lediglich Drummer Mark Pekka alias Mark Ruffneck übrig, was ihn aber nicht abhält, unter dem Namen Oz ein neues Album herauszubringen. Dieses trägt den Namen „Forced Commandments“ und führt quasi „Transition State“ von 2017 fort. Ob man es nun als sinnvoll erachtet, den originalen Bandnamen zu verwenden, wenn nur noch der Drummer übrig ist, erscheint zweitrangig, denn was zählt ist die Musik. Und diese ist immer noch gutklassig, so wie damals auch. So gut, um berechtigt wahrgenommen zu werden, aber nicht so überragend, um unbedingt aus der Masse herauszustechen. Somit ist anno 2020 bei Oz alles beim Alten und man kann sich über ein neues Album der Finnen freuen, oder halt nicht.

 

Musikalisch ist auf „Forced Commandments“ alles im grünen Bereich. Gutklassiger Hard Rock/Heavy Metal mit reichlich NWOBHM Schlagseite, der recht flott von der Hand geht und Fans von alten Saxon, Priest, aber auch Accept gefallen sollte. Hauptaugenmerk liegt natürlich auch „Neu“-Sänger Vince Koivula. Der macht eine recht gute Figur, mit eigenem rockigen Timbre und amtlichen Screams im Gepäck, die durchaus an ex-Metal Church Sänger Ronnie Munroe erinnern.

 

Songs der Marke „Goin' Down“, „The Ritual“ und „Long And Lonely Road“ gehen gut ins Ohr, ohne dort aber nachhaltig zu verweilen. Einfach gut gemachter, kompetent gezockter old-school Metal mit ein paar prächtigen Riffs (Juzzy Kangas, Johnny Cross) versehen. Heraus sticht ein wenig der Song „Switchblade Alley“, mit knapp 7 Minuten eine echt abwechslungsreiche Hausnummer. Hier blitzt das Können der Musiker im Bereich Songwriting am meisten auf und der Song wirkt wie aus einem Guss, inklusive starkem Refrain.

 

Zusätzlich enthält „Forced Commandments“ neben den regulären Songs noch drei Bonus-Tracks, von denen ich jetzt allerdings nicht weiß, ob sie ursprünglich aus der Historie von Oz stammen oder einfach Überbleibsel sind, die es nicht auf's Album direkt geschafft haben. „Kingdom Of War“ enthält jedenfalls so etwas wie Live-Charakter.

Nicht mehr ganz so heavy wie das Comeback Album „Burning Leather“ ist „Forced Commandments“ dennoch ein Anhören wert. Denn prinzipiell kann der geneigte Freund old-schooliger Hard Rock/Metal-Klänge nichts vekehrt machen. Gute Musiker, guter Sänger...allerdings ohne die ganz großen Songs. 



Kommentar schreiben

Kommentare: 0