NECRONOMICON - The Final Chapter

Tracklist:

  • I Am The Violence
  • The Final Chapter
  • Wall Of Pain
  • Purgatory
  • Burning The Fury
  • Spilling Blood
  • Selling Nightmares
  • World On Fire
  • The Devil's Tears
  • The Unnamed
  • Me Against You
  • The Stormreaper

Info:

VÖ: 26.03.2021

Label: El Puerto Records

Video:

Bewertung:

Autor: Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10



Irgendwie flogen sie schon immer ein wenig unter dem Radar...die deutschen Thrasher von Necronomicon. Dabei sind sie bereits seit Mitte der 80er aktiv, wuchsen also durchaus in die damalige Thrash Szene hinein. Neun Alben zieren mittlerweile den Weg der Band aus Lörrach, allerdings ist von der Ur-Besetzung nur noch Volker „Freddy“ Fredrich übrig. Jetzt, mit dem zehnten Album „The Final Chapter“ will man es nun endgültig wissen, denn Freddy hat internationale Mitsteiter aktiviert. Neu hinzugekommen sind ex-Exciter Drummer Rik „Roundcat“ Charron und Gitarrist Glen Shannon. Von früher ist somit nur noch Bassist Marco Lohrenz dabei.

 

Und internationales Format hat das neue Necronomicon Album allemal. Es herrscht nach wie vor schneller, giftiger Thrash Metal mit biestigen Vocals von Freddy. Die messerscharfen Riffs, wie beim Opener „I Am The Violence“ zeugen aber von neuer Qualität. Fulminant im Sound reißen die Jungs alles ab und mit amtlichen Screams am Ende wird der Hörer endgültig aus dem Tiefschlaf des Winters geweckt.

 

In diese Richtung geht es permanent weiter mit Krachern a'la „The Final Chapter“ und „Wall of Pain“. Starke Riffs, angepisste Aggressivität, die nachvollziehen lässt, daß Necronomicon ursprünglich der Punk-Szene entsprungen sind, sowie straight und einfach ballernde Refrains bilden die Quintessenz der Songs der Baden-Württemberger. Glen Shannon macht definitiv einen Qualitätssprung bemerkbar. Qurlige Gitarren-Licks wie zu Beginn von „Burning The Fury“ oder auch mal melodische Saitenanschläge wie bei „The Unnamed“ bieten völlig neue Perspektiven neben den typisch schnellen Thrash-Abriss-Riffs.

 

So kommen auch Nummern zum Zug, wie beispielsweise „World On Fire“, die man eher dem straighten Heavy Metal zuordnen kann oder wie beim Abschlußtrack „Stormreaper“ mit langsamen Parts und atmosphärischen Klängen ein wenig aus dem Rahmen fallen. Das lässt neben aller Riffgewalt über die Albumlänge Abwechslung ins Haus und das steht Necronomicon außerordentlich gut zu Gesicht.

 

Klar, Necronomicon spielen immer noch räudigen, punkorientierten Thrashmetal mit heftigen Vocals und kompromisslosen Passagen. Aber, die Jungs können eben noch mehr, als einfach nur draufzuhauen. „The Final Chapter“ ist qualitativ weiter vorne als zuletzt und stellt in meinen Augen den Höhenpunkt der Band bisher dar. Hoffen wir nur, daß der Albumtitel nicht ernst gemeint ist.  

 



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