LORDS OF THE TRIDENT - Frostburn

Tracklist:

  • Knights of Dragon's  Deep
  • The Longest Journey
  • Winds of the Storm
  • Manly Witness
  • Haze of the Battlefield
  • Kill to Die
  • Den of the Wolf
  • Light This City
  • The Cloud Kingdom
  • Shattered Skies

Info:

VÖ:  13.02.2015

Label:  Killer Metal Records


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  7 / 10 



Lords of the Trident – aha....warum erinnert mich der Bandname irgendwie an Zahncreme ? Egal...wir haben's hier mit fünf Jungs aus Madison, Wisconsin zu tun, die mit „Frostburn“ bereits ihr drittes Album herausgebracht haben.

 

Was bei der Truppe zuerst auffällt, sind die bescheuerten Masken, welche die Musiker tragen. Hier wird man unweigerlich an Bands wie Grailsknight oder sonstige Kasperletheater-Figuren erinnert. Zudem noch die Pseudonyme jedes Einzelnen, wie beispielsweise Fang von Wrathenstein (vocals), Killius Maximus (guitars) oder Pontifex Mortis (drums)...ich komm aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Auffallen um jeden Preis ist also angesagt und wenn man sich dann selbst als „the most Metal band on Earth“ bezeichnet ist zumindest Skepsis angebracht.

Doch trotz allen Klamauks muß man der Band zugute halten, daß sie durchaus was kann. Die Band spielt melodischen Heavy Metal, der meist ohne Tralala-Passagen auskommt und eher traditionellen Bands wie den Scorpions ähnelt, als den vielen Power Metal Bands dieser Welt.  

 

Bereits der Opener „Kights of Dragon' s Deep“ zeigt, daß hier ein guter Sänger am Werk ist und auch die Musikanten stilsicher unterwegs sind. Der eingängige Refrain lässt keine Wünsche offen, lediglich der Chrorus im Blind Guardian Stil ist mir ein wenig zu hoch. Auch im folgenden „The Longest Journey“ überzeugt die tolle, klare Gesangsstimme, die mich ein bisschen an Gil Moore von Triumph erinnert und ein harmonischer Refrain. Zudem gibt es gar ein bisschen Van Halen Gitarre zu hören.  

 

Die Band lässt sich ganz gut was einfallen, um abwechslungsreich zu bleiben. So beginnt „Light this City“ zum Beispiel mit einem aufheulenden Motorengeräusch , wird danach zum straighten Midtempo Rocker und bietet diverse Fight..fight..fight- Chöre. Oder das Scorpions-mäßige „Manly Witness“ mit klasse Gitarrensolo, das mit über 6 Minuten zudem recht lang ausgefallen ist.  

 

Nicht zuletzt glänzt man auch mit dem von einem Kirchenorgel-meets-Akkustikgitarre eingeleiteten Abschlußtrack „Shattered Skies durch dargebotene Epik inklusive elegischem Zwischenpart.

Alles ist nicht Gold was glänzt. So verursacht die Mickey-Mouse Kopfstimme bei „Kill to Die“ echt Zahnschmerzen (Trident ?). Vom Song her ein einziger Speed-Metal Langweiler.  

 

Bei „Winds of the Storm“ zitiert man zu extrem bekannte Metal-Riffs und der Refrain kommt leider zu flach.

Trotzdem kann man Lords of the Trident bescheinigen, daß sie ein gutklassiges Melodic-Metal traditioneller Gangart eingespielt haben, welches irgendwie in krassem Gegensatz zu dem affigen Image der Maskerade etc. steht. Ein paar songwriterische Schwächen noch ausgemerzt, dann steht der musikalischen Karriere nichts mehr im Wege. Optisch auffallen tut man ja schon einmal.... 

 



Kommentar schreiben

Kommentare: 0