LEGIONS OF THE NIGHT - Hell


Tracklist:

  • Who will believe in me
  • Exit
  • Hell
  • Run Faster
  • The Memory Remains
  • Fury
  • Save Us
  • And the World Lost This Fight
  • Demons
  • Times Of Despai
  • Our Bleeding
  • When The Crowds Are Gone (Coverversion)


Info:

VÖ: 04.11.2022

Label: Pride & Joy Music


Video:


Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10



Das Debutalbum „Sorrow Is The Cure“ im letzten Jahr von Legions Of The Night“ kam bei uns sehr gut weg. Es war einfach toll zu hören, wie eine Band den Spirit von Savatage aufnimmt und eigene Songs daraus kreiert. Doch es war nicht einfach eine Kopie der Legende um Jon Oliva. Nein, vielmehr brachten die Jungs um die Dawn Of Desitiny-Musiker Jens Faber und Philipp Bock ihre eigenen Ideen ein und mischten das Ganze mit Powermetal-Zutaten europäischer Art.

 

Trotz aller Befürchtungen, daß es sich um ein einmaliges Projekt handeln könnte, schieben Legions Of The Night nun mit „Hell“ das Follow Up nach. Und wieder in gleicher Besetzung, das heißt auch erneut mit Ausnahmestimme Henning Basse (Metalium, ex-Firewind) am Mikro. Auch diesmal widmet man sich primär dem Schaffen von Savatage und ergänzt dies mit Powermetal Stimmungen der Marke Kamelot oder auch mal Rhapsody Of Fire.

Gerade die längeren, meist über 6-Minuten dauernden Songs wie „Hell“, „The Memory Remains“ oder „And The World Has Lost This Fight“ bieten die Zutaten, die Savatage so legendär gemacht haben.

 

Oft mit Piano beginnend, steigern sich die Tracks in epische, mitunter bombastische US Metal-Hymnen mit progressivem Einschlag. Und Henning Basse lässt seine variable Stimme dazu passend einfließen, welche immer wenn’s in den Scream-Bereich geht dann doch stark an Jon Oliva erinnert. Auch Chöre wie bei „Save Us“ gibt’s satt. Ebenso wie zahlreiche balladeske Momente, die teils in Powerballaden münzen.

 

Bei den kürzeren Stücken a’la „Run Faster“ oder „Demons“ legen Legions Of The Damned von der Geschwindigkeit her eine Schippe drauf und zelebrieren damit fast schon rasante Powermetal-Abfahrten. Eine gesunde Mischung also, welche die Band vom Verdacht des reinen Abkupferns bei Savatage angenehm entfernt.

 

Hatte man auf dem Vorgängeralbum mit „Sirens“ bereits eine Coverversion von Savatage mit an Bord, so hat man sich dieses Mal an das Gänsehaut-Stück „When The Crowds Are Gone“ gewagt. Und auch hier machen Legions Of The Night keine schlechte Figur. Auch wenn die Brillianz von Jon Oliva und Co. hierbei nicht ganz erreicht wird, Gänsehaut schleicht sich trozdem ein. Gelungen, da man sich glücklicherweise nicht vom Original wegbewegt.

 

 

Der Überraschungseffekt, den Legions Of The Night noch mit „Sorrow Is The Cure“ auf ihrer Habenseite verbuchen konnten, ist mit „Hell“ natürlich etwas verflogen. Dennoch beinhaltet auch dieses Album reihenweise tolle Songs, die den Geist von Savatage rüberbringen und darüber hinaus noch mit eigenen Powermetal-Spitzen aufwarten. Die Zielgruppe ist genannt und sollte auch bei „Hell“ wieder zuschlagen. Feines Album mit Nostalgie-Essenzen. 



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