LAPSUS DEI - Sea Of Deep Reflections

Tracklist:

  • Falling Apart
  • The Call Of Sirens
  • Naufragos
  • The Last Trip
  • Colossal
  • Alone I Break
  • Arrival

Info:

VÖ: 16.06.2020

Label:  Sliptrick Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  8,5 / 10



Mit Chile verbindet so mancher nur Inka-Klänge mit Pan-Flöte. Ich oute mich hier mal, auch ich mag diese Klänge. Aber das Andenland hat noch mehr zu bieten. Den Beweis dafür treten nun Lapsus Dei an, eine Doom Metal Band aus der Hauptstadt Santiago. Die Band existiert bereits seit 1998, in wechselnden Besetzungen. Vier Alben sowie mehrere EPs und Demos wurden in dieser Zeit veröffentlicht. Das aktuelle Werk “Sea Of Deep Reflections” erschien kürzlich bei dem lettischen Label Sliptrick Records. Nach dem Vorgänger haben sich die Chilenen fünf Jahre Zeit gelassen. Ob sich die lange Wartezeit für die Fans gelohnt hat?

 

Ruhig, besinnlich, also typisch Doom Metal. Bei “Falling Apart” kann man sich von den stimmlichen Clear Vocal Fähigkeiten der Sänger überzeugen. Dazu braten die tiefer gestimmten Gitarren. Selbstverständlich darf auch ruhiges und äußerst filigranes Gitarrensolo nicht fehlen. “The Call Of Sirens” ist dann ein etwas schnelleres Stück. Sägende Riffs begleiten hier den Gesang. Wenn man bei Doom überhaupt von Balladen reden kann, dann würde “Naufragos” teilweise hier hereinpassen. Dank der zu Beginn und am Ende halb-akustischen Instrumentierung.

 

Aber der mit achteinhalb Minuten längste Song des Albums ist nicht durchgängig balladesk. Wegen der bitterbösen Growls tendiert dann “The Last Trip” in Richtung Death Doom. Auch das Tempo zieht hier wieder an. Dahingegen ist “Colossal” wieder ruhiger. Akustische Gitarren, Keyboards und Streicher sorgen für einen balladeske Grundausrichtung. Wie schon bei “Colossal” beeindruckt hier das Wechselspiel zwischen Klargesang und bösen Growls. Mit dem rifflastigen “Arrival” klingt das Album dann aus.

 

Mit “Sea Of Deep Reflections” haben die Chilenen ein echtes Doom Metal Brett abgeliefert. Solch einen Sound traut man der Musikszene des Anden-States eigentlich gar nicht zu. Umso erfreulicher zu hören, dass auch außerhalb Skandinaviens Doom Metal zelebriert wird. Genre-Fans sollten unbedingt in das neue Album von Lapsus Dei reinhören.



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