KROKUS - Headhunter

Tracklist:

  • Headhunter
  • Eat The Rich
  • Screaming In The Night
  • Ready To Burn
  • Night Wolf
  • Stayed Awake All Night
  • Stand And Be Counted
  • White Din
  • Russian Winter

 


Info:

VÖ: 25.04.1983

Label:  Arista


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  9 / 10



Nachdem die schweizerische Formation Krokus bereits einige gutklassige Alben veröffentlicht hatte, die tief im AC DC angelehnten Hard Rock wurzelten, wollte man 1983 den nächsten Schritt erreichen und endlich auch in den Staaten Fuß fassen. So nahm man in Orlando mit Tom Allom das stärkste und bis heute als Klassiker geltenede „Headhunter“ auf.

 

Die Produktion war um einiges „sauberer“ aber auch perfekter als noch zuvor, dennoch war das Material auf dem Album bei einigen Songs härter als man es bisher von Krokus gewohnt war. Das lag vor allem an dem genialen Gitarrenspiel von Fernando von Arb, zusammen mit Rhythumsgitarrist Mark Kohler. Was hier an Riffs und Ideen zustande kam, war allererste Sahne und dies erreichten selbst die Schweizer im Nachgang nicht mehr.

 

Bereits der schnelle Titelsong, der das Album startet, legt die Meßlatte hoch. Die ewigen Vergleiche mit AC DC, was hauptsächlich am Gesang von Marc Storace lag, konnte man hier bereits ad acta legen. Krokus bewegten sich immer mehr in dem Heavy Metal Bereich und verließen diese typischen AC DC Hardrock Pfade. Auch zeigte der Opener gleich, daß der neue Drummer, Steve Pace, der den bekannten Fready Steady ersetzte, ein Glücksgriff für Krokus war. Denn immer wieder treibt das Drumspiel die Songs unwiederstehlich an.

 

Natürlich gingen die AC DC Vibes nicht gänzlich verloren. „Eat The Rich“ und „Ready To Burn“ klingen fast wie die Australier in ihren härtesten Momenten und gehen als amtliche Riff-Rocker durch. Die Refrains der Songs gehen fast ausnahmlos sofort ins Ohr und wurden im Großen und Ganzen den Ansprüchen des amerikanischen Markts gerecht. Egal, ob das schleppende Bachman-Turner-Overdrive Cover „Stayed Awake All Night“, das etwas „haarige“ „Night Wolf“ oder die bisher erfolgreichste Single der Band „Screaming in the Night“, eine der Chart-Oientierung geschuldete Halb-Ballade, jeder einzelne Songs besitzt seine speziellen Momente und lässt „Headhunter“ von vorne bis hinten glänzen.

 

Einige Songs von „Headhunter“ gehören seit dieser Zeit zum festen Bestandteil der Live Shows von Krokus. Den Erfolg wiederholen oder gar toppen konnte die Band aus Gründen personeller Veränderungen und mangels ähnlich guter Songs nicht. So bleibt dieses Album als das Highlight im Schaffen der Schweizer festzuhalten, daß man sich auch heute noch aufgrund seiner Zeitlosigkeit immer wieder gerne auflegt.  



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