KING KING - Exile & Grace

Tracklist:

  • (She Don't`) Gimme No Lovin'
  • Heed The Warning
  • Broken
  • Find Your Way Home
  • Tear It All Up
  • Betrayed Me
  • Long Time Running
  • Nobody Knows Your Name
  • I Don't Wanna Lie

Info:

VÖ:  06.10.2017

Label:  Manhaton Records

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10 



Wow, beim Anhören des ersten Songs „(She Don't) Gimme No Lovin'“ dachte ich zuerst, man hätte es schon wieder mit einem neuen Album der britischen Hard Rock Legende Thunder zu tun. Zu ähnlich klingt die Musik und der Sänger klingt dann auch noch ein wenig nach Danny Bowes. Aber nein, die Band, um die es sich hier dreht, nennt sich King King (na ja, schon einfallsreichere Namen gehört) und der dazugehörige Sänger heißt Alan Nimmo.

 

Geht man etwas in die Tiefe, erfährt man , daß King King bereits drei Alben veröffentlicht  und schon einige Auszeichnungen, vonehmlich in UK, erhalten haben. Und als hätte man es nicht geahnt, hat die Band auch schon eine Arena-Tour mit, ja....Thunder, absolviert. Der Apfel fällt halt doch nicht so weit. Mit „Exile & Grace“ ist jüngst das vierte Album der Band erschienen und wenn man der Labelinfo Glauben schenkt, war die Band früher mehr in Blues-Rock Pfaden unterwegs, als beim neuen Album. Denn hier kratzt man den Blues nur marginal an. Natürlich beinhalten Rock-Songs der Marke Thunder und somit auch King King immer eine Spur Blues, allerdings läuft das Ganze doch erheblich mehr auf britischen Old-School Hard Rock hinaus.

 

Der eingangs schon erwähnte Opener glänzt dann auch gleich mal mit feinen Hardrock-Hooklines und eben dem guten Gesang von Alan Nimmo, wie gesagt, nicht allzuweit weg von Danny Bowes.

Aber auch dem Gitarrenspiel (ebenfalls von Alan Nimmo übernommen) merkt man die mittlerweile langjährige Erfahrung an und jeder Song klingt exakt auf den Punkt gespielt und nie überfrachtet oder auf Effekthascherei abzielend. Ständiger Bestandteil der Songs von King King ist das stete Orgelspiel, mal ein wenig an Deep Purple erinnernd („Betrayed Me“), mal als Bar-Piano Hintergrund zum straighten Rocker „Long Time Running“.

 

Meist rocken King King recht straight los. Da gibt’s mal eine kurze AC DC Hommage zu Beginn von „Tear It All Up“, wobei der Song allerdings eher ein legerer Slow Rocker wird. Oder man verstärkt den mehrstimmigen Gesang in der Bridge oder im Refrain wie bei „Broken“, um mehr Harmonien einfließen zu lassen. King King bedienen nahezu die komplette Palette britischer Hard Rock Standards. Dies aber mit Stil und viel Können. Und wenn dann die orgel-geschwängerte Rock-Ballade „Find Your Way Home“ ertönt, bleibt auch kein Auge mehr trocken ob der entspannten Glückseligkeit.

 

King King sind perfekte Vertreter des urtypisch-britischen Hardocks mit starken Querverweisen zur Legende Thunder. Es sind allesamt Könner am Werk und die Songs wirken stimmig wie aus einem Guss. „Exile & Grace“ geht sofort ins Ohr und komplexe oder uneingängige Abschnitte such man (zum Glück) vergebens. Ich weiß nicht, wie bluesig der Sound von King King vorher war, aber auf diesem Album ist der Blues (fast) kein Thema mehr. Bleibt nur noch die Frage zu klären, wer denn der King King ist ?  

 



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