HUMAN FORTRESS - Epic Tales & Untold Stories

Tracklist:

CD 1

  • The Grimoire
  • Disappear In Dark Shadows
  • Vain Endeavour
  • Free
  • Fernweh
  • We Are Legion (Gus Version)
  • Cruel Fantasy
  • Pray For Salvation (Orchestral Version) 

 

CD 2

  • Lord Of Earth And Heavens Heir (Edit Version)
  • The Dragons Lair
  • Defenders Of The Crown
  • Border Raid In Lions March
  • Gladiator Of Rome (Part 1)
  • Gladiator Of Rome (Part 2)
  • Wasted Years
  • The Chosen One
  • Dark Knight
  • Thieves Of The Night
  • Rise Or Fall
  • Thrice Blessed
  • Lucifer's Waltz
  • Surrender
  • Thunder

Info:

VÖ:  22.01.2021

Label:  Massacre Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

 

Bewertung:  8 / 10



Es ist momentan die Zeit für Best-Of und Live-Alben. Nahezu jeder schmeißt in irgendeiner Form solche Dinge auf den Markt. „Epic Tales & Untold Stories“ der Epic Power Metal Band Human Fortress aus Hannover wird weitestgehend als neues Album angekündigt, ist aber neben ein paar brandneuen Stücken eher eine EP mit zusätzlich raren Aufnahmen und auf zweiter CD mit Best Of-Stücken erweitert. Ersteres sind quasi die „untold stories“, letzteres die „epic tales“. Nun gut, Human Fortress sind seit ihrem Beginn zu Anfang des neuen Jahrtausends als „bessere“ Power Metal Band bekannt. Ihre Alben haben meist gute bis sehr gute Bewertungen eingefahren und die Songs der Hannoveraner klingen nicht am Reißbrett konstruiert, sondern in eigener Art und Weise vorgetragen.

 

Ich geb ganz offen zu, mir hat die frühere Stimme von Human Fortress, Sänger Jioti Parcharidis, der die ersten beiden Alben eingesungen hat, passender gefallen als die von Gus Monsanto, der nun schon eine ganze Weile bei der Band das Mikro schwingt. Dementsprechend sind für mich die bekannten „epic tales“ zwingender als die „untold stories“. Dennoch haben wir es bei den neuen Stücken wie „The Grimoire“ und „Diappear In Dark Shadows“ mit guten Power Metal Songs zu tun. Die Gitarrenarbeit von Todd Wolf und Volker Trost ist nach wie vor sehr ausgereift und druckvoll, Rhythmen und Soli von großer Klasse. Aber der epische Anstrich, der noch bei früheren Alben das gewisse Etwas an Human Fortress ausgemacht hat, ist ein wenig abhanden gekommen.

 

Auch diverse Streicher-Klänge im Background von „Vain Endeavour“ und „Free“ können dies nicht kompensieren. Letzterer Song wandelt sowieso mehr auf balladesken Pfaden. Solche Songs passen aber wiederum recht gut zu Gus Monsanto, der halt die klarere, melodischere Stimme hat. „Fernweh“, das bombastisch beginnt, ist keineswegs ein deutscher Song, sondern genauso mit englischen Lyrics bestückt, wie die anderen neuen Stücke.

 

Bei „We Are Legion“ gibt’s dann auch mal Screams zu hören und Chöre manifestieren den kräftigen Anstrich. Mit kernigen Riffs und folkigen Keyboards im Hintergrund weiß das bislang unveröffentlichte „Cruel Fantasy“ zu gefallen. Flotte Rhythmen, die man von Human Fortress meist so kennt. Zum Abschluß von Album 1 lassen Human Fortress dann Gus Mosanto noch an „Pray For Salavation“ vom Album „Raided Lands“ ran. Reichlich balladesk und in einer zärtlich symphonischen Version.

 

Album 2 bietet, wie erwähnt, dann ein 15 Song starkes Potpourri des bisherigen Schaffens von Human Fortress. Höhepunkte sind dabei sicherlich das starke „The Dragons Lair“ vom Debut „Lords Of Earth And Heaven's Heir“ mit seinen großartigen Gesangslinien, sowie natürlich der leicht an Savatage erinnernde Titelsong von „Defender Of The Crown“. Von den neueren Songs wissen beispielsweise die beiden Parts von „The Gladiator Of Rome Part 1 + 2“ zu gefallen, die dem Römischen Reich entsprechend etwaige majestätische Klänge auffahren. Gerade der erste Part erinnert ein wenig an Virgin Steele.

 

Ansonten kann man sich als Nicht-Kenner des Human Fortress-Backkatalogs an meist flotten (Epic)Power Metal Songs erfreuen, mal düster und wuchtig a'la Rhapsody On Fire („Lucifer's Waltz“), mal in Primal Fear Nähe wie bei „Rise Or Fall“. Alles in allem ein wertiges Package, das sowohl Human Fortess Fans mit neuen und raren Songs füttert und ansonsten einen guten Einstieg bietet, diese Band aus Hannover mal endlich kennenzulernen. Es lohnt sich auf jeden Fall.  



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