HEATHEN - Empire Of The Blind

Tracklist:

  • The Rotting Sphere (Intro)
  • The Blight
  • Empire Of The Blind
  • Dead And Gone
  • Sun In My Hand
  • Blood To Be Let
  • In Black
  • Shrine Of Apathy
  • Devour
  • A Fine Red Mist
  • The Gods Divide
  • Moment To Ruin

Info:

VÖ: 18.09.2020

Label:  Nuclear Blast


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8,5/ 10



Nachdem die US amerikanischen Speed-/Thrasher Heathen mit „The Evolution Of Chaos“ im Jahr 2010 überraschend ihr Comeback-Album herausbrachten, welches vorher mehrmals verschoben wurde, jubelte die Fachpresse. Endlich waren sie wieder da und dann auch noch mit einem solchen Hammer-Album, welches zwar anders als die beiden 80er/Anfang90er Klassiker „Breaking The Silence“ und „Victims Of Deception“ klang und dennoch einschlug wie eine Bombe.

 

Doch wer nun glaubte, es würden schnell weitere Göttergaben der Band folgen, sah sich getäuscht. Wiederum 10 Jahre hat es gedauert, um nun endlich das vierte Album von Heathen, „Empire Of The Blind“ genießen zu können. Kein Wunder, ist doch Bandgründer und Gitarrist Lee Altus auch noch mit Exodus gebunden und sein Sidekick Kragen Lum ebenfalls ein gefragter Musiker. Zum anderen verstarb leider Basser Jon Torres im Jahr 2013 (R.I.P,), was natürlich zusätzlich die Band erneut auf Eis legte.

 

Trotzdem, „Empire Of The Blind“ knüpft im Prinzip nahtlos an „The Evolution Of Chaos“ an. Shouter David White singt/schreit aggressiver denn je. Unverwechselbar seine ausdrucksstarke, einzigartige Stimme. Und die beiden Weltklasse-Gitarristen Altus und Lum lassen gar nichts anbrennen und brillieren zusätzlich diesmal mit noch mehr Melodien zwischendurch.

 

Nach einem schön melodiösen Intro („The Rotting Sphere“) gehen Heathen ähnlich dem Opener des letzten Albums („Dying Season“) mit dem Kracher „The Blight“ in die Vollen. Geniale Double-Lead Soli, den Refrain mehrstimmig intonier, feuert diese Thrash-Abfahrt gleich mächtig aus den Geschützen. Danach folgt auch schon der Titelsong, welcher ebenfalls schnellen Speed-/Thrash bietet, aber einen melodischeren Refrain und leicht orientalische Vibes hören lässt. Sehr stark ist das melodische Gitarren-Duell zwischen Lee Altus und Kragen Lum geraten.

 

Etwas schleppender, im Gesang gar punkiger geht es bei „Dead And Gone“ zu. Neben den knackigen, meist schnellen Nummern a'la „Blood To Be Let“, „Devour“ (mit Spoken Words Einspielungen) und das mit Gangshouts gesteuerte „The Gods Divide“ überraschen Heathen  mit der emotionalen Weltklasse-Powerballade „Shrine Of Apathy“. Die ansonsten so brachiale Stimme von David White zeigt hier auch im klaren Gesangsbereich ihr ganzes Können. Der Knabe ist im reiferen Alter wirklich besser denn je.

 

Das mit Stakkato-Riffs und frickeligen Gitarren-Parts versehene, reine Instrumental „A Fine Red Mist“ lässt die ganze Klasse der einzelnen Musiker (auch von Basser Jason Mirza und Drummer Jim DeMaria) aufblitzen. Die Gitarrenmelodien sind von bester Qualität und die Soli sowieso. Abgerundet wird das neue Heathen Album von einer kurzen ruhigen und verspielten Gitarrenmelodie, betitelt „Moment To Ruin“.

 

Im Vergleich zum Vorgänger „The Evolution Of Chaos“ steckt „Empire Of The Blind“ vielleicht ein wenig mit nachhaltigen Songs zurück. Ein „No Stone Unturned“ beispielsweise finden wir auf dem neuen Album nicht. Dennoch sind alle neuen Songs wiederum oberste Speed-/Thrash Liga und musikalisch generell „over the top“. Zudem hat man mit David White halt sicherlich einen der besten Shouter im Metal-Bereich in den Reihen, was alleine schon dieses Album in hohe Regionen schiebt. Mit „Empire Of The Blind“ sind Heathen erneut ganz stark zurück. Mal schauen, wie lange es diesmal für einen Nachfolger braucht.  



Kommentare: 1
  • #1

    Träscher (Dienstag, 06 Oktober 2020 19:30)

    10 lange Jahre auf dieses Album zu warten hat sich voll gelohnt.
    Die natürlich von mir gekaufte CD macht einen Heidenspass.��