GOBLINS BLADE - Of Angels And Snakes

Tracklist:

  • Snakes From Above
  • Pay For Your Sins
  • Blink Of An Eye
  • Final Fall
  • Utopia
  • When The Night Follows The Day
  • The Bell Is Broken
  • Fall Into Darkness
  • Call For Unity

Info:

VÖ: 26.06.2020

Label: Massacre Records

Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8,5 / 10



Von diesem Album waren mir bereits einige Stücke bekannt, da diese seit ein paar Wochen beim Webradio meines Vertrauens Airplay genossen haben. Von diesen Songs recht beeindruckt, konnte man gespannt sein, ob sich die Qualität auch auf Albumlänge fortsetzt oder ob sich die Moderatoren bzw. DJ's nur die Rosinen herausgepickt haben. Die Rede ist von „Of Angels And Snakes“, dem DebutAlbum der (Power)Metaller Goblins Blade.

 

Und man kann gleich sagen, die hohe Qualtiät der insgesamt 9 Songs zieht sich von vorne bis hinten durch's komplette Album. Schaut man sich an, wer hinter Goblins Blade steckt, verwundert einen das Ganze nicht mehr. Neben Bandgründer und ex-Sacred Steel Gitarrist Jörg M. Knittel haben wir es allesamt mit gestandenen Musikern zu tun. Sänger Florian Reimann röhrte bereits bei Destillery, Claudio Sisto verdrosch die Felle früher bei Mystic Prophecy und Basser Roberto Palacios kennt man vielleicht noch von den formidablen Chinchilla (gibt’s die überhaupt noch ?). Hinzugekommen ist mit Claudio Enzler noch ein zweiter Gitarrist, welcher dem fulminanten Sound noch mehr Kraft verleiht.

 

„Of Angels And Snakes“ ist ein hammerstarkes Teil geworden, schippert in besten US Metal Gewässern der Marke Metal Church, Omen oder Vicious Rumors und Fifth Angel. Natürlich werden als Europäer auch diverse NWOBHM Einflüsse integriert, die sich ab und an beispielsweise in Maiden-Gitarrenläufen oder Double-Leads in Judas Priest Manier äußern.

 

Vom kurzen symphonischen Intro bei „Snakes From Above“ sollte man sich nicht täuschen lassen, denn danach geht es gleich unglaublich forsch zur Sache. Die beiden Gitarristen hauen ein klasse Riff nach dem anderen raus und die „dicke-Hose“-Stimme von Florian Reimann, der oft an Power-Röhren wie Carl Albert (R.I.P.) erinnert, verdeutlichen sofort, wo bei Goblins Blade der Hammer hängt. Driftet Reimann mehr in „Sirenen-Gesang“ ab, kommt einem auch ein James Rivera in den Sinn.

 

Die Songs reichen von wuchtigem Midtempo („Blink Of An Eye“, „Utopia“) bis hin zu Metal Church Geschwindigkeiten wie beispielsweise beim mit Glockengeläut durchsetzten „The Bell Is Broken“ (gab's da mal nicht einen Kurdt Vanderhoof Song namens „The Spell has been Broken“ ? - nun...egal). Die Rhythmussektion haut tonnenweise US Metal Groove raus und die meist mehrstimmig geshouteten Refrains inszenieren weitgehend leichte Schlachtfeld-Epik.

 

Einzelne Songs herauszuheben macht keinen Sinn, denn „Of Angels And Snakes“ spielt durchgehend auf gleich hohem Level. Den absoluten Hit haben Goblins Blade also noch nicht geschrieben, vielleicht heben sich die Jungs diesen ja noch für kommende Großtaten auf. Diesen Hit benötigt das Album aber auch keinesfalls, denn so fokussiert sich der Hörer auf die Gesamtstärke der knapp 45 Minuten.

 

Von Wolf Nillies wurde dem Album ein amtlicher Sound spendiert. Genauso, wie er bei dieser Spielart sein muß. Wuchtig, mächtig und die Klasse der einzelnen Musiker heraushebend. Auch das stimmige Coverartwork von Dusan Markovic passt, so daß man „Of Angels And Snakes“ auch in jedem Detail der angesprochenen Zielgruppe empfehlen kann.

 

Goblins Blade sind eine Band, die man ab sofort auf dem Schirm haben MUSS. Auch wenn die alten Helden immer noch mehr oder weniger erfolgreich am Ball sind, tut es erfrischend gut, eine solche Band in die Fußstapfen treten zu sehen. Absolut stark !!



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