BLACK SUN - Silent Enemy

Tracklist:

  • Moebius
  • Resist
  • Terror Zone
  • Dark Mirror
  • No Return
  • Still Alive
  • Finale

Info:

VÖ:  04.09.2020

Label:  Rockshots Records


Video:

Bewertung:

Autor: Rainer Kerber

Bewertung:  8 / 10



Ein Album oder wie hier eine EP ohne festen Sänger aufzunehmen ist sicherlich nicht einfach. Aber genau vor diesem Problem standen Black Sun aus Ecuador. Während der Produktion trennte sich die Band von ihrem langjährigen Sänger. Aber sie hatten mit Nino Laurenne einen einfallsreichen Produzenten. Dank seiner Kontakte konnte “Silent Enemy” komplett mit Gast-Sängern eingespielt werden. Und diese habe in der Metal Welt einen guten Namen, Tony Kakko, Mr. Lordi, Noora Louhimo oder Henning Basse, um nur einige zu nennen. Da versteht es sich von selbst, dass ich mir diese EP auf mit großem Interesse angehört habe.

 

Die psychedelischen Soundspielereien beim Opener “Moebius” lassen eigentlich Schlimmes vermuten. Aber keine Angst, “Silent Enemy” ist keine Pop- oder Trance-Scheibe. Sie hat nur eines der unsäglichsten Intros, das ich je gehört habe. Aber schon bei “Resist” geht so richtig die Post. Eine großartige Rock-Hymne, die von der Stimme von Netta Laurenne (Smackbound) gekrönt wird. Den Refrain kann man von Anfang an mitsingen. Und Christopher Gruenberg beeindruckt mit einem grandiosen Gitarrensolo. 

 

Auch bei “Terror Zone” ist mit dem Firewind Sänger Henning Basse ein ganz großer zu hören. Begleitet von krachenden Metal Riffs. Bei “Dark Mirror” hat sich das Trio Unterstützung an den Gitarren ins Boot geholt. JF Aguirre (JF Aguirre Project) and Petri Lindroos (Ensiferum, Norther) sind hier für die Soli zuständig. Ein geradliniger instrumentaler Rocker. Es folgt ein verzichtbares 50 Sekunden kurzes Zwischenspiel (“No Return”). Bei “Still Alive” wurde eine illustre Schar an Gastmusikern aufgefahren: Tony Kakko (Sonata Arctica), Pasi Rantanen (Thunderstone), Noora Louhimo (Battle Beast), Asim Searah (Wintersun, Damnation Plan), Mr. Lordi, Netta Laurenne, Jukka Pelkonen (Omnium Gatherum) und Elias Viljanen (Sonata Arctica). Und diese Hochkaräter machen den melodischen Metal-Song zum absoluten Highlight der EP. Das Outro “Finale” ist zumindest besser als Intro und Zwischenspiel, muss aber auf einer EP ebenfalls nicht unbedingt drauf sein.

 

Vier Rock- und Metal-Songs, aber auch fast fünf Minuten Lückenfüller stehen sich auf dieser EP gegenüber. Unterm Strich überwiegt das positive. Die vier “echten” Songs sind einfach riesig. Hier zeigen die Ecuadorianer ihre großartigen Fähigkeiten in Punkto Songwriting, Arrangement und Musikalität. Bleibt abzuwarten, wie ihre Songs mit einem festen Sänger und ohne die Vielzahl an Gastmuskern klingen. Auf ein künftiges Album kann man sicher gespannt sein



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Kommentare: 1
  • #1

    Bernd (Mittwoch, 16 September 2020 21:49)

    Hi Rainer, ich stimme Dir zu. Wenn man nur die Musik hört, sind ein paar Sachen "verzichtbar". Jedoch: Es ist ja quasi der Soundtrack zu einem Film, der bei aller Kürze ganz schön komplex ist. Aber jedesmal, wenn ich ihn mir wieder anschaue, verschmelzen Musik und Film immer mehr. Für mich passt dieses von mir so noch nie gesehene Konzept 100%ig!