POWERIZED - The Mirror's Eye

Tracklist:

  • The Mirror
  • Where Worlds Meet The Eye
  • For The Fallen
  • King Alas !
  • Satan's Bat
  • Forever Coming
  • Ire Of The Monster
  • Behind The Gates
  • God Of This World
  • Edified Ascending

Info:

VÖ:  15.03.2018

Label: Painted Bass Records


Video:

Bewertung:

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  6,5 / 10



Powerized aus Holland. Nun, das klingt nach Power Metal. Und, es ist auch symphonischer Power Metal. Oh nein, werden jetzt einige sagen, aber halt...noch muss der Ball erst gespielt werden. Gegründet wurde die Band 2012 und Werbung macht man mit der Tatsache, daß Sänger Nick Hollemann mal bei Vicious Rumors gesungen hat. Zwar hat er nur das „Concussion Protocol“ Album eingesungen und diverse Live Touren zwischen 2013 und 2017 mitgemacht, aber immerhin.

 

„The Mirror's Eye“ ist jetzt nach einem Demo das erste Album und wartet mit allen Zutaten auf, die man von einem Power Metal Album mit symphonischem Einschlag erwartet. Cineastisches Intro („The Mirror“) und Melodien en Masse werden zelebriert. Der erste Longtrack mit über 10 Minuten , „For The Fallen“ ist dann das erste Highlight der Platte, da mit unwiderstehlichem Refrain ausgestattet, der nicht so schnell wieder aus dem Ohr geht. Irgendwie erinnert mich das an die gute Anfangsphase der Spanier Dark Moor, die ähnliche Spielart vorzuweisen hatte. Bei Nick Hollemann kann man sich manchmal nicht unbedingt sicher sein, daß hier ein Kerl am Mikro verweilt, denn er intoniert doch oftmals (weiblich) hoch. Von dem kraftvollen US Metal von Vicious Rumors ist man hier jedenfalls meilenweit entfernt.

 

Handwerklich sind gerade die Gitarristen Joris Van Rooij (Rhythmus) und Bart „Gijs“ Geisen (Lead) sehr gut unterwegs und können durchaus mit vergleichbaren Saitenvirtuosen der Powermetal szene mithalten. Bis auf das angesprochene „For The Fallen“ ist das Songmaterial der ersten Albumhälte allerdings eher durchschnittlich mit Songs wie „King Alas“ und „Forever Coming“. „Ire Of The Monster“ ist sogar unteres Niveau. Doch dann folgen mit den zwei überlangen Titeln „Behind The Gates“ (11 Minuten) und „God Of The World“ (12 Minuten) die absoluten Prunkstücke des Albums. Diese sprießen nur so vor Abwechslung und instrumentalem Können, so daß die eher verzichtbaren Songs vorher dagegen abstinken. Powerized offenbaren ihre Stärken ganz klar in den langen Songs, die kürzeren, die schneller auf den Punkt kommen müssen, sind dagegen nicht so das Ding der Holländer. Ein zweiminütiges Outro beschliesst „The Mirror's Eye“ am Ende harmonisch.

 

Powerized sind somit (noch) eine Band mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite das gute Songwriting bei Longtracks und auf der anderen die Schwächen bei geradlinigen Ausrichtungen. Potential ist definitiv vorhanden, die Qualität im Gesang und bei der Instrumentalfraktion ebenfalls. Ein durchgehend hohes Songwriting Level sollte somit das Ziel für zukünftige Werke sein. Das bleibt spannend.

 




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